Fairer Wettkampf

Koetzold
Koetzold

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11. Juli 2014, 11:15 Uhr

Nun ist er da, der Fußballtraum von Brasilien: Unsere Mannschaft steht im Endspiel. Nach dem furiosen Halbfinale wird es nur wenige geben, die sich der Begeisterung am Sonntagabend entziehen werden. Zu packend ist die Aussicht, dass unsere Mannschaft ausgerechnet im Fußballland Brasilien Weltmeister werden könnte.

Eine Szene vom Ende unseres Halbfinales hat mich sehr beeindruckt: Da haben unsere Spieler ihre brasilianischen Gegner nach dem Abpfiff in den Arm genommen. Sie haben nicht gleich ihrem Jubel freien Lauf gelassen. Sie haben zuerst dem Respekt gezollt, dass die anderen auch gekämpft haben, sich genauso leidenschaftlich den Sieg gewünscht haben. An dieser Stelle wurde sichtbar, worum es neben Sieg und Niederlage auch geht: dass sich die Mannschaften einen respektvollen und fairen Wettkampf liefern. In dieser Hinsicht, so stellt Paulus fest, gleichen sich Sport und Glaube. Den Sieg wollen alle. Gottes Liebe sehen und spüren, das wollen wir Christen. Ob es gelingt, ist auch tagesformabhängig. Doch es kommt darauf an, dass wir auf faire Weise mitmachen. „Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben“ (1. Kor 9,23), sagt Paulus. Das können wir nicht genug üben.

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