Flugplatz Hungriger Wolf : Fahrwerk defekt – Notlandung

Trotz defekten Fahrwerks landete der Pilot sein Flugzeug ohne größere Beschädigungen.
Trotz defekten Fahrwerks landete der Pilot sein Flugzeug ohne größere Beschädigungen.

Ein erfahrener Pilot bringt sein Flugzeug trotz Panne sicher auf die Landebahn. Vorsorglich wurden Rettungskräfte alarmiert.

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11. August 2018, 08:00 Uhr

Technische Probleme an seinem Flugzeug zwangen Donnerstagabend den Piloten zu einer so genannten geplanten Notlandung auf dem Flugplatz Hungriger Wolf in Hohenlockstedt. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst standen am Boden bereit. Verletzt wurde niemand.

Gegen halb sieben alarmierte der Pilot den Tower, dass es technische Probleme gebe. Das Bugfahrwerk ließ sich nicht mehr ausfahren. Eine normale Landung war deshalb nicht mehr möglich. In Absprache mit der Flugleitung auf dem Hungriger Wolf wurde eine kontrollierte Notlandung auf der Grasbahn vereinbart, so Ole Kremer von der Luftaufsicht am Flugplatz. Die Leitstelle alarmierte daraufhin die Feuerwehr Hohenlockstedt und den Rettungsdienst. Gemeinsam mit der Flugplatzfeuerwehr positionierten sich die Einsatzkräfte mit insgesamt vier Löschfahrzeugen direkt an der Landebahn, um schnellstmöglich eingreifen zu können. „Solange kreiste der Pilot um den Platz.“ Dieser Pilot konnte seine Maschine trotz fehlendem Bugrad schließlich sicher auf der Grasbahn landen. Er verließ das mit dem Bug vorn runtergekippte Flugzeug eigenständig und unverletzt. „Der Pilot ist sehr erfahrenen , ein Vollprofi. Alles ist deshalb auch vorbildlich gelaufen“, würdigt Kremer die Landung. Auch die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften sei hervorragend gewesen.

Feuerwehrleute bewässerten den trockenen Bereich um die Maschine, um einer möglichen Brandgefahr vorzubeugen. Gemeinsam mit dem Piloten und weiteren Flugzeugtechnikern wurde die Batterie abgeklemmt und das Luftfahrzeug mit einer Stütze wiederaufgerichtet. Glücklicherweise wurden bei der Notlandung keine Treibstoffleitungen beschädigt. An dem Flugzeug entstand nach Auskunft des Piloten dennoch ein nicht unerheblicher Sachschaden. Das Flugzeug befand sich im Neuaufbau in der benachbarten Werft, der Pilot war zu seinem zweiten Testflug gestartet.

Die Einsatzkräfte der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein unter der Leitung von Gemeindewehrführer Christian Büchner konnten nach kurzer Untersuchung des Piloten die Einsatzstelle sichtlich erleichtert ohne Patient wieder verlassen. Gut eineinhalb Stunden waren die mehr als 20 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz.

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