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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 08:25 Uhr

Fahrspaß dank Wind und Sonne

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Konsequent die Umwelt im Blick: Wo immer möglich tankt Hans Martin Storm sein Auto mit Ökostrom

von
erstellt am 30.Apr.2015 | 11:23 Uhr

Er ist ein Kämpfer für die Umwelt, wehrte sich gegen Kohlekraftwerke in der Schleusenstadt, setzt sich gegen Fracking in Dithmarschen ein und sieht Kernkraft kritisch. Da ist es nur konsequent, wenn Hans-Martin Storm im Elektro-Mobil unterwegs ist. Mit seinem Tesla S nahm der 59-jährige Pastor im Ruhestand jetzt an einer Rallye teil, die ihn bis nach München führte. Natürlich im E-Auto.

Es war weniger eine Orientierungsfahrt als der Nachweis, dass sich die 860 Kilometer ökologisch bewältigen lassen, ohne dafür ewig unterwegs zu sein. Denn Strom-Tankstellen gibt es inzwischen reichlich, hat Storm in dem einen Jahr erfahren, seit er und Ehefrau Jutta sich den weißen Flitzer zugelegt haben. Natürlich, gibt er zu, sei der Einstandspreis zunächst mal enorm. Dafür könne er an Tankstellen des Herstellers lebenslang kostenlos ökologisch erzeugte Energie zapfen, zahle keine Kfz-Steuer, habe kaum teure Wartungstermine in der Werkstatt. Vor allem aber: So lassen sich für den Brunsbütteler Auto fahren und Umwelt in Einklang bringen.

„Die Idee hatten wir schon seit Mitte der 80er-Jahre“, sagt Hans-Martin Storm. Allerdings gab es kaum alltagstaugliche E-Autos. Kurze Reichweiten, wenig Platz – das war es nicht, was die fünfköpfige Familie wollte. Beim kalifornischen Hersteller Tesla sind sie fündig geworden. Zwei Probefahrten überzeugten das Ehepaar.

„Wir haben sauberen Strom gewollt und setzen das nun um“, erzählt der
59-Jährige zufrieden. Sein Auto lädt im Carport, auf dem Solarkollektoren installiert sind. Storm wartet schon darauf, dass die Stadtwerke Brunsbüttel ihre Idee von Elektro-Zapfsäulen im Stadtgebiet umsetzen. Seine Hoffnung: Die Zahl der Elektro-Autos nimmt zu. Die Rallye von Hamburg in die bayerische Landeshauptstadt habe gezeigt: „Es geht. Es geht ganz viel.“

Klar, rund 80  000 Euro für ein Fahrzeug mit einer Reichweite unter 500 Kilometern seien viel Geld. Aber für die Umwelt sei das gut angelegt. „Von der Bürgerinitiative zum Elektro-Auto“, beschreibt er seinen persönlichen Weg. Die Begeisterung über zeitgemäßes Fahren hat Musiker Storm gleich in einen Song verpackt: „Zukunftsmusik, ganz leis’ kommt sie an, für ’ne bess’re Welt, die aus Sonne und Wind Watt erhält.“

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