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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 08:40 Uhr

Fahrräder für Flüchtlinge in Heide

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadt, Lokales Bündnis für Familie und der Herbert-Feuchte-Stiftungsverbund haben Hilfsprojekt gestartet

Um Flüchtlingen die Integration und vor allem deren Mobilität zu erleichtern, hat die Stadt Heide mit dem Lokalen Bündnis für Familie und dem Herbert-Feuchte-Stiftungsverbund das Hilfsprojekt „Fahrräder für Flüchtlinge“ gestartet. Mit Unterstützung der Bürger sollen ausrangierte oder defekte Drahtesel repariert und Migranten zur Verfügung gestellt werden.

Hintergrund ist der Flüchtlingsstrom aus den Kriegs- und Krisengebieten. Nach Angaben des zuständigen Sozialamts kommen pro Woche im Schnitt acht Einwanderer aus den Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes ins Heider Rathaus.

Die Menschen haben bei ihrem Eintreffen oft nur das Allernötigste bei sich. „Nach der Erstversorgung und dem Bezug der Wohnung fragen viele nach einem Fahrrad“, erzählt Mitarbeiterin Kerstin Senirli. Der Wunsch stehe nicht umsonst ganz weit oben, sagt die Flüchtlingsbetreuerin: „Schließlich lässt sich der Alltag viel einfacher und schneller bewerkstelligen, wenn man mobil ist.“

Rasch nahm sich das Familienbündnis des Themas an. Nun bittet dessen Sprecherin Ilka Marczinzik die Öffentlichkeit um Mithilfe: „Alle Heider sind aufgerufen, alte oder ausrangierte Fahrräder zur Verfügung zu stellen.“ Benötigt werden außerdem Geldmittel für die Reparatur der Fahrräder sowie Ersatzteile und Zubehör wie zum Beispiele Sicherheitshelme.

Als zusätzlicher Partner konnten der Herbert-Feuchte-Stiftungsverbund und die Heider Werkstätten gewonnen werden. Die Mechaniker der Fahrradwerkstatt werden das Projekt mit ihrer Arbeitskraft unterstützen und die bereitgestellten „Drahtesel“ auf Vordermann bringen. Auch das Heider Fahrradforum werde engagiert für Spenden werben, kündigte dessen Vorsitzender Michael Stumm an. Die Spenden können im Heider Rathaus abgegeben werden. Die ersten 50 Zweiräder sind dort bereits eingetroffen. Einige sind auch für bedürftige Heider bestimmt.

Gestern sorgten die Heider durch ihre erfolgreiche Teilnahme bei der R.SH Challenge dafür, dass es finanzielle Unterstützung für das Projekt geben wird. Sie stellten kurzerhand eine spätsommerliche Version des traditionell im Februar veranstalteten Hohnbeerfestes auf die Beine. Der Lohn: 2500 Euro, die an das Bündnis für Familien gehen. Davon wird ein Teil für die Fahrradaktion abgezweigt werden.




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