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Schulprojekt : Fahrradwerkstatt für mehr Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die MINT-Klasse 7 der Brunsbütteler Regionalschule startet einen Aktionstag rund um sichere Fahrrad.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2013 | 05:00 Uhr

Die Technik rund ums Fahrrad war in den letzten Tagen ein aktuelles Thema, das die Fachlehrer Dirk Jochimsen und Christian Reinel im Technikunterricht der MINT-Klasse 7 an der Regionalschule in der Bojestraße aufgriffen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Im Bereich Technik widmete sich die Regionalschule gestern zum zweiten Mal nach dem großen Erfolg im Vorjahr dem Thema „Fahrrad“, um hier die technische Sicherheit und eine intakte Brems- und Beleuchtungsanlage der Zweiräder in den Vordergrund zu stellen.

„In der jetzigen dunklen Jahreszeit kommt es auf ein sicherheitstechnisch einwandfreies Fahrrad an“, gab Dirk Jochimsen zu bedenken. Schon im Unterricht hatte er mit den Jungen und Mädchen die Funktion eines Lichtschaltkreises im Physikunterricht behandelt. Dass man in der Dunkelheit rechtzeitig als Radfahrer erkannt werde, sei eine sicherheitstechnische Grundregel, sagte auch Schulleiter Hans-Peter Stein.

Als Höhepunkt der jüngsten Aktion hatte die MINT 7 am Montag zu einem Fahrrad-Service-Tag aufgerufen. Für nur einen Euro konnten nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Regionalschule, sondern auch Lehrer und Mitarbeiter ihr Fahrrad überprüfen und putzen lassen. Kleine Reparaturen wurden sofort erledigt. Schülerbetreuer Thorsten Stein („Ich bin mit dem Schulleiter nicht verwandt“) gab dazu die notwendigen technischen Anleitungen. Der 36-Jährige ist über das Jobcenter für ein Langzeit-Praktikum an die Regionalschule gekommen und möchte gern zum Erzieher umschulen.

„Die Jungen und Mädchen mögen gern praktisch arbeiten“, sagte Dirk Jochimsen. Der Fahrrad-Service-Tag bot dazu eine gute Gelegenheit. Zudem zeigte sich: „Mit den Schülerarbeiten haben wir schlummernde Talente geweckt“, scherzte Jochimsen angesichts so mancher neuer kleiner Fahrradmonteure.

Die Checkliste der Schüler-Handwerker umfasste die Klingelanlage, Scheinwerfer und Rücklicht, Dynamo, Hand- und Rücktrittsbremse als Bestandteile von zwei getrennten Bremssystemen, Reifen-Reflexstreifen, das Vorhandensein von zwei Katzenaugen und von Pedal-Reflektoren. Zudem ging es auch um Kettenpflege und Luftservice.

„Dieser Service wurde gut angenommen“, zeigten sich Fachlehrer Dirk Jochimsen und auch Klassenlehrerin Katja Rolfes zufrieden. Gut 80 Prozent der Fahrräder wurden aus dem Kreis der Schüler vorgestellt. Zirka ein Drittel der Räder wies Mängel auf, vor allem an der Beleuchtung.

Philipp Richter (12) freute sich, dass er nicht selbst Hand anlegen musste, sondern sein Fahrrad für nur einen Euro frisch geputzt bekam. Marvin Töpfer (14) ließ sein Fahrrad auf Sicherheitsmängel überprüfen und ist jetzt sicher, ein intaktes Fahrrad zu benutzen.

Die Brunsbütteler Polizei hatte schon in den letzten Tagen verstärkt Präsenz gezeigt, als die Jugendlichen in der morgendlichen Dunkelheit zur Schule radelten. Für festgestellte Mängel blieb es noch bei Ermahnungen. Demnächst allerdings könnte es teuer werden, wenn es bei den noch ausstehenden Kontrollen weiterhin Fahrzeugmängel geben sollte.

Um die Sicherheit beim Radfahren auf die Probe zu stellen, hatten die MINT-Schüler für den Service-Tag einen Fahrradparcours vorbereitet. Wegen des Regenwetters und des starken Sturms mit Orkanböen war dieser jedoch abgesagt worden. „Das wäre zu gefährlich geworden“, erklärte Dirk Jochimsen.

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