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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 08:59 Uhr

Aktion : Fahrradclub wieder aktiv im Klimatest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Kellinghusener können sich an der Aktion des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs wieder online beteiligen.

von
erstellt am 28.Okt.2014 | 17:33 Uhr

Begeisterung klingt anders: Lobeshymnen auf die Radwege der Stadt bekommt Heinz-Jürgen Heidemann nicht zu hören. Auf dem Wochenmarkt machte er auf den Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) aufmerksam. Noch bis Ende November werden im Rahmen der Aktion Bürger bundesweit nach der Fahrradfreundlichkeit ihrer Kommunen befragt.

An seinem Stand verteilte der ADFC-Landeschef Fragebogen, warb für eine Online-Beteiligung und suchte das Gespräch mit den Marktbesuchern. Dabei wurde ihm eher die Rolle des Kummerkastens zuteil: „Gar nicht“ zufrieden ist Lucie Tiedemann mit dem Wegeangebot für Radler. Die Kellinghusenerin bewertet die Strecke vom Weißdornweg in die Stadt als viel zu gefährlich. „Man fühlt sich unsicher auf den Straßen“, sagt sie und nennt als Brennpunkte die Einmündung Friedrichstraße sowie den Bereich der Störbrücke. Deshalb lenke sie den Drahtesel lieber über „Tonhafen“ und durch die „Lieth“.

Auch Renate Holler wagt nur „in Grenzen“ in der Stadt zu radeln. „Lebensgefährlich“ kommentiert sie die Radelführung in der verkehrsreichen Lindenstraße. Dies gelte für die Gehweg-Regelung in Richtung Luisenberger Turm, wo sich ältere Menschen mit Gehhilfen sowie Mütter mit Kinderwagen und Radler auf dem Fußweg teilen müssten, wie auch für die entgegengesetzte Richtung, wo an Grundstückausfahrten Gefahren lauerten und zudem jede Menge parkende Pkw zu umradeln seien.

Auf die Frage Hollers, ob sich hinsichtlich der Genehmigungspflicht von Gruppenfahrten etwas bewegt habe, schüttelt Heidemann den Kopf. Nein, der versprochene Leitfaden des Landes sei immer noch nicht herausgegeben. Dabei sei das sehnsüchtig erwartete Papier gerade jetzt wichtig. „Wir müssen doch das Programm für das Fahrtenangebot im kommenden Jahr zusammenstellen.“ Das Vorgehen des Landes bezeichnet er als trauriges Kapitel. „Da wird das Ehrenamt ausgebremst.“

Hinsichtlich der Akzeptanz des diesjährigen Fahrradklima-Tests hofft Heidemann auf einen ähnlich guten Erfolg, wie bei der Aktion vor zwei Jahren. Damals verzeichnete Kellinghusen die höchste prozentuale Beteiligung (28 Prozent) aller beteiligten Städte. Die Ergebnisse der aktuellen Erhebung sollen im Laufe des ersten Quartals 2015 vorliegen und werden dann im Sinne einer Verbesserung des Radelverkehrs mit Politik und Verwaltung diskutiert.

Informationen und Fragebogen: www.fahrradkllima-test.de.



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