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Kleinste Fähre Deutschlands : Fähre Hol över frisch repariert zum Saisonstart

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit einem bunten Programm und Hunderten Besuchern startete die Fähre Hol över am Anleger Kronsnest in die Saison.

Neuendorf | Richtig schmuck sieht er aus, der urige Fährkahn. Gerade erst ist die Hol över aus der Werft zurückgekehrt – und schon muss Deutschlands kleinste Fähre wieder zeigen, was in ihr steckt. Es war ein Saisonstart wie aus dem Bilderbuch. Bei herrlichstem Frühlingswetter wurde gestern die Kronsnester Fähre Hol över zu Wasser gelassen. Hunderte Gäste nutzten die Chance, sich über die Krückau setzen zu lassen. Von Fährleuten, die nach Herzenslust wriggen, so heißt der gondoliere-artige Fahrstil, mit dem die Mini-Fähre über die Krückau bugsiert wird.

Saisonstart in Kronsnest. Das ist seit eh und je ein Fest für die ganze Familie. Und so stapelten sich an beiden Uferseiten dann auch schon in den Morgenstunden die Fahrräder. Wer mit dem Auto anreiste, musste gute Nerven mitbringen, denn das Vorankommen war nur im Schritttempo möglich. Traditionell startete die Fährsaison mit einem Ufergottesdienst. Um 10 Uhr wurde dann der eigentliche Fährbetrieb mit einem Glockenschlag samt des Rufes „Hol över!“ eingeläutet.

Höhepunkt des Tages war für fast alle Besucher eine Tour über die Krückau. Gerade einmal sechs Erwachsene (plus Fahrräder) haben auf der kleinen Fähre Platz. Gut 40 Meter Wasser muss der Fährmann überbrücken. Gefertigt ist das kleine Wassertaxi aus massivem Eichenholz. Jährlich nutzen rund 7000 Personen die Gelegenheit, den Fluss mit dem ungewöhnlichen Gefährt zu überqueren. Möglich macht es ein Trägerverein, der 1992 gegründet wurde.

Bei strahlendem Sonnenschein boten verschiedene Standbetreiber aus dem Umland Käse, Blumen, Taschen und vieles mehr an. An beiden Uferseiten wurden die Fährgäste mit kleinen Leckereien verköstigt, und auch die Freunde alter Traktoren kamen auf ihre Kosten.

Die Holmer Treckerfreunde präsentierten auf Seesteraner Seite ihre schmucken Oldtimer. Außerdem stellten Dierk Meinert und Georg Howold aus Seestermühe ihre liebevoll restaurierten Schlepper aus und standen fürs Gespräch bereit. Auch für musikalische Kurzweil war gesorgt. Unter anderem spielten die Feuerwehrkapelle Seestermühe und die Gruppe GRENZgeBEAT.

In ihrer Eröffnungsansprache ging Fährverein-Chefin Petra Sommer auf die jüngste „Verschönerungskur“ der Fähre ein. Als klar geworden sei, wie groß der Schaden an der Hol över war, hätten einige Mitgliedern des Vereins „Tränen in den Augen gehabt“.

Die Reparaturkosten seien so hoch gewesen, dass der Fortbestand der Fähre Kronsnest ernsthaft zur Diskussion stand. Dank Spenden „aus nah und fern“ gemäß des Mottos „Die Fähre darf nicht untergehen“ gelang das Projekt.

Wer sich detailliert über die Fähre und das Jahresprogramm informieren möchte, hat dazu im Internet unter www.faehre-kronsnest.de Gelegenheit.
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