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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 22:45 Uhr

festungswochen : Fackeln, Schwerter und Kanonen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Festungswochen sollen an den 200. Jahrestag der Belagerung Glückstadts erinnern. Start ist am 24. Januar mit einem historischen Rundgang.

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2014 | 17:26 Uhr

Die Vorbereitungen für die 400-Jahr-Feier der Stadt laufen bereits auf Hochtouren. Im Vorfeld eines solchen Großereignisses kann es leicht passieren, dass andere wichtige Meilensteine aus der Stadtgeschichte in Vergessenheit geraten – so wie die Belagerung durch die Kaiserlichen Truppen. Im Dezember 1813 wurde Glückstadt eingeschlossen und kapitulierte nach mehreren Beschießungen aufgrund der aussichtslosen militärischen Lage im Januar 1814. Das Ende der Belagerung will die Stadt – 200 Jahre danach – mit den Glückstädter Festungswochen feiern.

Vertreter aus Kultur, Gewerbe, Kirche, Stadt und Tourismus haben verschiedene Aktionen auf die Beine gestellt. Der Startschuss für die Festungswochen fällt am Freitag, 24. Januar. Unter dem Motto „Feuer und Flamme“ lädt das Glückstadt Destination Management (GDM) zu einem historischen Stadtrundgang ein. Ab 17.45 Uhr heißt es dann: Licht aus. Statt elektrischer Lampen werden verschiedene Gruppen unter Anleitung mehrerer Stadtführer mit Fackeln, Laternen und Kerzen durch die Straßen ziehen. Auch die privaten Anlieger und Geschäfte werden dazu aufgefordert, ab 18 Uhr für etwa 20 Minuten das Licht auszuschalten. „Unsere Stadtführer stehen alle parat“, so Sandra Kirbis vom GDM.

Auftakt ist am Marktplatz, von dort aus geht es Richtung Stadtpark, zum Kugeldenkmal oder zu anderen wichtigen Punkte aus der Belagerungszeit. Für Kinder wird es außerdem einen extra Abenteuerrundgang mit Knicklichtern und Heckenfeuer geben. Anschließender Treffpunkt ist für alle der Obelisk in der Itzehoer Straße, dort stehen die Freiwillige Feuerwehr und das DRK schon mit heißen Getränken und Würstchen gegen einen kleinen Kostenbeitrag bereit. Dazu gibt es Live-Musik und Feuerspucker.

Kulinarisch geht es auch bei der Festungsschmauswoche zu: Vom 24. bis 31. Januar haben sechs Restaurants in der Innenstadt ihre Speisekarten umgekrempelt und bieten in Anlehnung an die Belagerungszeit rustikale Gerichte und ausgefallene Menüs an. Mit dabei sind: Der kleine Heinrich, der Däne, der Ratskeller, Anno 1617, Kandelaber und Zur alten Mühle.

Doch nicht nur die Gastronomen stellen sich auf die Festungswochen ein – auch viele Geschäfte haben ihre Schaufenster in echter Belagerungs-Manier dekoriert. Beim Schmuck- und Brillengeschäft Siemonsen zum Beispiel liegen die Brillengestelle ab sofort auf Kanonen, Kugeln, Schwerter, Gewehre und alte Pistolen im Schaufenster. „Die haben wir uns vom Radhus Horn und von unserem Dekorateur ausgeliehen“, erzählt Mitarbeiterin Anne Gerdsen.

Die Detlefsen-Gesellschaft wird außerdem sechs Vorträge zu diesem Thema anbieten, um an diese folgenschweren Ereignisse zu erinnern. Im Detlefsen-Museum findet zudem am Sonnabend, 25. Januar, um 19 Uhr ein Vortrag zur Festung in Glückstadt mit der Lübecker Architektin Ivalu Vesely zum Thema „Toleranz und Städtebau“ statt. Darin geht es um die Bedeutung des Fremden in frühneuzeitlichen Stadtgründungen. Der Eintritt ist für alle Vorträge frei.

Infos zu den Festungswochen bei der Tourist-Info unter 04124/937585 oder im Internet unter www.glueckstadt-tourismus.de

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