Brunsbüttel : Fackeln, Schiffe und Lasershow

Der Veranstaltungshöhepunkt in Form einer Pyro-Laser-Show sorgte für begeisterte Besucher. Fotos: Mohr
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Der Veranstaltungshöhepunkt in Form einer Pyro-Laser-Show sorgte für begeisterte Besucher. Fotos: Mohr

NOK-Romantika lockt mit Lichterfest und viel Programm an den Kanal.

shz.de von
02. September 2018, 17:01 Uhr

Zum zwölften Mal wurde am Sonnabend die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt von Brunsbüttel bis nach Kiel im Rahmen der NOK-Romantika eindrucksvoll in Szene gesetzt. Bei spätsommerlichem Wetter strömten die Besucher auch in der Schleusenstadt zum Kanal. Dort waren Gustav-Meyer-Platz und Schleusenpromenade Austragungsorte für das Lichterfest. Ein buntes Bühnenprogramm für Jung und Alt mit Clownerie, Livemusik, Musik vom Plattenteller und fetzigen Sprüchen von Ardo Lindner alias DJ Crazy erwartete die Besucher. Als besonderer Anziehungspunkt erwies sich zudem das etwa 50 Quadratmeter große Wasserbecken des Modellbauclubs Brunsbüttel. Auf dem Parkplatz hinter dem Erlebnisspielplatz „Spieldeck“ präsentierten sie maßstabsgetreue Schiffsnachbauten, die bunt beleuchtet über das Wasser glitten. Höhepunkt der Abendveranstaltung war allerdings eine eindrucksvoll kombinierte und mit passender Musik unterlegte Laser- und Pyro-Show.

Unter den zahlreichen Besuchern befanden sich unter anderem Noah Siegert (18), Julian Reinke (20), Jørdes Stamm (19), Leon Siegert (22) und Nils Protze (18) aus Bremen. Das fünfköpfige Seglerteam hatte sich am Morgen mit einem traditionellen Holzsegelboot von Flensburg aus auf den Weg gemacht, um das Schiff über den Nord-Ostsee-Kanal in den Glückstädter Hafen zu überführen. „Als wir erfuhren, dass hier am Abend gefeiert werden soll, haben wir uns spontan entschieden, im Yachthafen an der Schleuse festzumachen und hier eine Nacht zu verbringen“, so Leon Siegert.

Homan (14), Jante (15), Belina (15), Leon (14) und Fynn (14) von der Brunsbütteler Jugendfeuerwehr warteten an ihrem Stand bedauerlicherweise weitgehend vergeblich auf kaufwillige Kundschaft. Preisgünstige Fackeln und Knicklichter wechselten nur in geringer Zahl ihre Besitzer. „Hier ist ja ordentlich was los, aber unter einem Lichterfest hatten wir uns doch etwas anderes vorgestellt“, sagten Helmut und Waltraut Danielewski. Das Urlauberpaar aus Nordrhein-Westfalen hatte eine mit vielen bunten Lichtern und lodernden Fackeln in Szene gesetzte Hafenpromenade erwartet. Auch andere Besucher zeigten sich enttäuscht darüber, dass die stimmungsvolle Ausleuchtung des Veranstaltungsortes eher etwas dürftig ausfiel. Kein glückliches Händchen wurden dem Organisationsteam zudem bei der Auswahl des Livekünstlers zugesprochen. „Musik ist ja Geschmackssache, aber mein Fall ist dies absolut nicht“, äußerte unter anderem Harald Dietrich aus Wilster.

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