Kampagne : Fachkräfte dringend gesucht

Wollen auf der Itzehoer Woche Fachkräfte für die Industrie ansprechen: Stefan Zeug (l.), Lydia Keune und Fehim von Borstel.
Wollen auf der Itzehoer Woche Fachkräfte für die Industrie ansprechen: Stefan Zeug (l.), Lydia Keune und Fehim von Borstel.

Tag der offenen Tür am 31. Mai

shz.de von
05. Mai 2015, 19:23 Uhr

Sie sind sein großer Stolz: Gern zeigt Fehim von Borstel die großen und kleinen modernen Maschinen, die in der Halle seines Unternehmens in der Störfischerstraße stehen. „Aber die besten Maschinen nützen mir nichts, wenn ich nicht die richtigen Mitarbeiter finde, die sie bedienen können“, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens Borba, das in diesem Jahr Hauptsponsor der Itzehoer Woche ist. „Wir freuen uns, dafür erstmals jemanden aus der Industrie gefunden zu haben“, sagt Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula, die das Spektakel organisiert, das in diesem Jahr von Sonnabend, 30. Mai, bis Sonntag, 7. Juni, stattfindet.

Von Borstel engagiert sich nicht ohne Grund, versucht er doch so, stärker auf sein Unternehmen aufmerksam zu machen. So veranstaltet der 52-Jährige einen Tag der offenen Tür, der für Sonntag, den 31. Mai, geplant ist – einen Tag nach dem Weinfest. „Auch die benachbarte Firma Süverkrup & Ahrend zieht mit“, sagt Keune.

Von den 70 Mitarbeitern, die von Fehim Borstel derzeit beschäftigt, kommen nicht mehr als zehn aus dem Kreis Steinburg. „Es ist sehr schwer, geeignetes Personal zu finden, das auch in der Region bleiben will.“ Dass wollen von Borstel und sein Geschäftsführer Stefan Zeug ändern. Und deswegen hat das Stadtmanagement eine Kampagne entworfen, die entfernt an einen alten Werbeslogan der US-Armee erinnert. Titel: We want you! Oder wie es von Borstel formuliert: „Wir haben viel zu bieten.“

Vor allem Dreher und Fräser, die mit computergesteuerten Geräten umgehen können, braucht das Unternehmen. Borba produziert für den gesamten europäischen Markt, vor allem Teile aus Kunststoff, Edelstahl und Aluminium für die Luftfahrtindustrie und die Medizintechnik. Dabei werden ganze Bauteile gefertigt. Dazu gehören auch Produkte für Abgasanlagen von Rennfahrzeugen oder Komponenten, die beim U-Boot-Bau zum Einsatz kommen. „Um so etwas zu produzieren, braucht man Erfahrung“, sagt von Borstel.

Mit drei Mitarbeitern hat er das Unternehmen 1998 aufgebaut. Zwischenzeitlich hat er in ganz Deutschland um qualifizierte Mitarbeiter geworben, wie im Jahr 2012 als er neun neue Fachkräfte einstellen konnte. „Die wollten auch alle bleiben, weil es ihnen hier gefiel, aber ihre Frauen wollten wieder weg aus der Region“, sagt Fehim von Borstel. Nun sei nur noch einer von ihnen da. Deswegen brauche er dringend personelle Verstärkung für seinen Maschinenbaubetrieb.

Ob er auch auf der Itzehoer Woche mit einem Stand vertreten sein wird, weiß er noch nicht. „Es gibt hier viel zu tun“, sagt Lydia Keune, die sich auf die Zusammenarbeit freut. „Es ist auch für uns toll, dass der Sponsor auch direkt etwas von der Itzehoer Woche hat.“ Und sich und seine Maschinen einem breiten Publikum präsentieren kann.

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