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Technologie-Transfer : Fachhochschule Kiel steigt beim Izet ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die symbolische Beteiligung soll die Kooperation zwischen der Hochschule und dem Itzehoer Innovationszentrum stärken.

von
erstellt am 06.Dez.2016 | 17:00 Uhr

Seit wenigen Wochen hat Carsten Meyer seinen Masterabschluss in der Tasche. Noch bevor der 27-Jährige an der Fachhochschule (FH) Kiel feierlich entlassen wurde, hat er bereits seine neue Stelle als Ingenieur für Elektrotechnik beim Itzehoer Windkraft-Dienstleister M.O.E. im Izet (Innovationszentrum) angetreten. Nachwuchskräfte wie er sollen künftig noch mehr von der Kooperation von Hochschulen und Izet profitieren. Um die Zusammenarbeit zu intensivieren, ist die FH Kiel mit einer symbolischen Beteiligung von 1 Prozent ab sofort am Izet beteiligt, das mehrheitlich von der Stadt Itzehoe und dem Kreis Steinburg getragen wird.

Carsten Meyer brauchte praktisch keine Einarbeitungszeit im neuen Job, denn er kennt M.O.E. seit Jahren. „Angefangen habe ich als Praktikant während meines Bachelor-Studiums“, sagt der gebürtige Nordfriese, der heute in Kiel lebt. Es folgte eine Bachelor-Arbeit über ein Thema, das M.O.E. interessierte. Im Anschluss arbeitete Meyer in Itzehoe bis sein Master-Studium in Kiel begann. Auch seine Abschlussarbeit schrieb er dann in Zusammenarbeit mit dem Itzehoer Unternehmen: Er entwickelte ein Simulationsmodell für Wasserkraftwerke, dass M.O.E. als Vorbereitung für künftige Aufträge aus der Energiewirtschaft dient. M.O.E.-Inhaber Jochen Möller ist überzeugt von diesem Modell der schrittweisen Integration von Nachwuchskräften bereits während des Studiums. „Bei uns sind immer eine ganze Reihe von Praktikanten und Werkstudenten tätig. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Denn Nachwuchs zu finden, ist für die wachsenden Unternehmen am Itzehoer High-Tech-Standort alles andere als einfach. Der Arbeitsmarkt für Ingenieure und IT-Fachleute ist leer gefegt. Die Itzehoer müssen mit großen Konzernen und Start-Ups in hippen Metropolen konkurrieren.

Helfen, da ist sich Izet-Geschäftsführer Ralf Thiericke sicher, kann da die direkte Kooperation mit den Hochschulen im Land. Eine „Win-Win-Win-Situation“ sei die Zusammenarbeit: Während die Unternehmen in Kontakt mit qualifizierten Fachkräften kommen, können die Hochschulen ihre Absolventen bei der Jobsuche unterstützen. Und natürlich profitieren alle vom wechselseitigen Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis.

Die bereits seit Jahren „auf vielen Ebenen“ bestehende Zusammenarbeit mit der FH Kiel wurde nun „institutionalisiert“, wie Thiericke es nennt. „Für uns eine sinnvolle Ergänzung zu bereits bestehenden Kooperationen mit anderen Hochschulen, unter anderem der FH Westküste und der FH Wedel.

Neben der gegenseitigen Teilnahme an Informationsveranstaltungen und regelmäßigen Gesprächen auf der Leitungsebene sollen vor allem konkrete Projekte im Mittelpunkt der Kooperation stehen. Carsten Meyer hatte den Platz für sein erstes Praktikum noch über das Internet mehr oder weniger zufällig selbst gefunden. In Zukunft soll nun Kay Poggensee, Professor an der FH Kiel und Beauftragter für die Zusammenarbeit mit dem Izet, solche Kontakte ganz gezielt vermitteln und für Bedarfe der Unternehmen passende Partner an der FH finden.

Poggensee will aber auch noch früher ansetzen und mit Absolventen der FH Kiel Steinburger Gymnasien besuchen, um Schüler gezielt über die FH, aber auch über die Firmen im Izet zu informieren – eine Ergänzung zur Vortragsreihe „Summer School“, mit der das Izet bereits seit Jahren Schüler informiert.

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