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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 09:53 Uhr

Exklusiv auf dem Jahrmarkt

vom

Schausteller luden ein zur Führung hinter den Kulissen

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Alles stand noch still - und doch waren Besucher auf dem Jahrmarkt. Interessierte warfen einen Blick hinter die Kulissen auf den Malzmüllerwiesen. Die Schausteller, Marktmeister Klaus Struve und unsere Zeitung hatten zu der Backstage-Tour eingeladen.

Zum dritten Mal gewährten Schausteller einen Einblick in ihren Alltag. Michael Wundsam, Inhaber eines Süßwarengeschäfts, führte die Besucher und erklärte, dass "alle Geschäfte rund um den Jahrmarkt von diesem profitieren". Die Ängste mancher Gäste bei Fahrgeschäften wies er entschieden zurück: "Die deutschen Sicherheitsstandards sind die höchsten der Welt." Und sie würden eingehalten, schließlich "haften die Schausteller mit Haus und Hof".

Die Funktionsweise seines Kinderkarussells erläuterte Schausteller Jerome Harder. Die Anzahl der Sitzplätze habe sich von rund 120 in früheren Tagen auf nur noch 24 reduziert. "Die Nachfrage ist einfach nicht mehr so groß", erklärte er. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fünf bis sechs Kilometern pro Stunde sind die Kinder bei ihm unterwegs. "Man könnte die Fahrzeuge auch ausbauen und damit über den Platz fahren", sagte Harder. Denn jedes habe einen eigenen Motor.

Seit 1988 besitzt Familie Sodemann ihr Fischbrötchengeschäft. Selbst der Teig für die Brötchen werde in Eigenarbeit hergestellt, beschrieben die Besitzer stolz. Außerdem wiesen sie auf die hohen Hygienestandards hin: Bei jedem neuen Markt würden sie erneut kontrolliert.

Einen Rundgang durch seine Geisterbahn führte Rico Rasch. Man sei ständig auf der Suche nach neuen Horror-Artikeln und besuche sogar Horror-Messen dafür, erklärte er. Seine Geisterbahn könne keinen Stammplatz haben auf einem Markt: "Nach einer Fahrt erschrecken sich die Leute erstmal nicht mehr. Nach zwei, drei Jahren und mit einer neuen Fassade sieht das schon wieder anders aus."

Wie sein Geschäft zu seinem Namen kam, erzählte Andreas Grimmer: "Unser Maler hat vor Jahren das Wort Brezel mit tz geschrieben, und wir hatten nicht genügend Geld, um es zu ändern. Also haben wir es uns patentieren lassen. Da waren die Bayern natürlich nicht begeistert."

Auch Marktleiter Klaus Struve hatte etwas von der Backstage-Tour. Zum Abschluss wurden Bögen mit zehn Fragen zum Jahrmarkt ausgeteilt. Struve hofft, daraus für die künftigen Märkte zu lernen. Allerdings wussten viele Gäste nicht, was sie in der Spalte mit den Nachteilen aufschreiben sollten.

Der Jahrmarkt hat heute noch einmal von 14 bis 23 Uhr geöffnet.

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