Existenzgründungen Jobmotor der Region

Erfolgreiche Bilanz: Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau (3.von links) und das Team des CAT und des maricube (von links): Christine Prey, Stefan Schüning, Angela Harder-Sohrt, Kornelia Wagner, Stefanie Hein.
Erfolgreiche Bilanz: Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau (3.von links) und das Team des CAT und des maricube (von links): Christine Prey, Stefan Schüning, Angela Harder-Sohrt, Kornelia Wagner, Stefanie Hein.

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12. Januar 2015, 11:26 Uhr

Wer heute neue Unternehmen in einer Region ansiedeln will, kommt längst nicht mehr allein mit der Bereitstellung einer modernen Infrastruktur aus. „Heute zählen auch die weichen Faktoren wie wohnortnahe Schulen, kulturelle Angebote und Jobs für die Ehepartner zu den wesentlichen Entscheidungsgrundlagen der Unternehmer und Fachkräfte“, berichtet Martina Hummel-Manzau, Geschäftsführerin der egeb-Wirtschaftsförderung.

Vor genau zehn Jahren übernahm die Diplom-Volkswirtin und Wirtschaftsjuristin die Geschäftsleitung des Centrums für Angewandte Technologien in Meldorf, das 1998 als Gründerzentrum des Kreises Dithmarschen gebaut wurde und bis heute von der egeb betrieben wird. Seit dieser Zeit hat es einen erheblichen Wandel in den Aufgaben der Wirtschaftsförderung gegeben. Das Erfolgsrezept heute lautet: Ansiedlung in kleinen Schritten durch professionell begleitete Existenzgründungen. Tatsächlich haben sich die jungen Unternehmen als Jobmotoren herauskristallisiert. Pro Gründung entstehen in den ersten Jahren bis zu drei Arbeitsplätze, zusammen wurden so in den vergangenen zehn Jahren mehr als 1000 neue Jobs in der Region schaffen.

„Martina Hummel-Manzau steht für diese Erfolge in der Region“, sagt Landrat Dr. Jörn Klimant für den Kreis Dithmarschen als Gesellschafter der CAT GmbH anlässlich des zehnjährigen Arbeitsjubiläums von Martina Hummel-Manzau. Das CAT sei mittlerweile als Gründerzentrum weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Und das mariCUBE in Büsum habe sich als bislang einziger Wirtschafts-und Wissenschaftspark für Marine Biotechnologie und Aquakultur deutschlandweit etabliert, meinte der Landrat weiter.

Die Geschäftsführerin konnte bereits vor zehn Jahren auf ein kleines Team setzen: Kornelia Wagner und Christine Prey waren quasi „Frauen der ersten Stunde“, die die zahlreichen Aufgaben und Veranstaltungen von Anfang an mit betreuten. Später kamen Angela Harder-Sohrt für das Veranstaltungsmanagement und die Verwaltung im mariCUBE in Büsum, Stefanie Hein im Projekt „Startbahn: Existenzgründung“ und Prokurist Stefan Schüning hinzu.

Im gesamten Team werden die beiden Dithmarscher Gründer- und Technologiezentren betreut und die zahlreichen Veranstaltungen begleitet. Die Strukturen sind schlank geblieben, während die Auslastung mittlerweile bei 97 Prozent in Büsum und bei 80 Prozent im Meldorf liegt. Zum Vergleich: 2005 lag die Auslastung noch bei knapp 40 Prozent. Von Bedeutung sind dabei auch Ansiedlungen wie die dänische Firma „Aller Aqua“ im mariCUBE, die für eine überregionale Ausstrahlung des Technologiezentrums sorgt.

Zur Erfolgsstory gehört auch das Projekt „Startbahn: Existenzgründung“ mit den bislang 72 Praxiscamps und knapp 1000 Existenzgründern. Allein durch dieses von Land und EU geförderte überregionale Projekt sind mehr als 600 Arbeitsplätze entstanden. Dabei sind es nicht nur Hightech-Firmen, die begleitet werden sondern auch Handwerker, Kaufleute und Einzelhändler, Gastronomiebetriebe, Freiberufler und Dienstleister.

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