zur Navigation springen

Ex-Prinovis-Mitarbeiter fährt jetzt eigenen Foodtruck

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2015 | 16:24 Uhr

Annährend 17 Jahre lang war Andreas Schwarze bei der Itzehoer Druckerei Prinovis beschäftigt. Mit der Schließung des Unternehmens verlor der 54 Jahre alte Energieanlagenelektroniker, wie fast 1000 seiner Arbeitskollegen, von heute auf morgen seinen Job. Doch statt den Kopf hängen zu lassen und in Verzweiflung zu versinken, schmiedete der Wilsteraner während der zwölfmonatigen Übergangszeit in der Transfergesellschaft Pläne für einen beruflichen Neuanfang. Aus der Not machte der Familienvater eine Tugend und wagte mit einem Foodtruck den Sprung in die Selbstständigkeit. „Nach dem Aus bei Prinovis wollte ich zukünftig für keinen anderen Arbeitgeber als für mich selbst arbeiten“, sagt Andreas Schwarze.

Mit seinem Businessplan überzeugte er ein Kreditinstitut, welches ihn bei der Existenzgründung finanziell unterstützte. So konnte der frischgebackene Unternehmer alle für den Betrieb notwendigen Gerätschaften anschaffen. Dazu zählt insbesondere der Foodtruck. „Das Fahrzeug war eigentlich mal ein schlichter Verkaufswagen, den ich mir nach meinen Bedürfnissen umgebaut habe“, so der findige Geschäftsmann. Seit September ist Andreas Schwarze damit unterwegs. „Ich suche derzeit noch nach lukrativen Standorten, wo möglichst viele Menschen sind und ich im 14-tägigen Rhythmus stehen kann“, erzählt er. Die Suche nach Standplätzen gestalte sich deutlich schwieriger, als erwartet. „Ich denke mal, dass viele Angst vor einer Geruchsbelästigung haben. Mein Verkaufswagen ist jedoch kein herkömmlicher Imbiss, man riecht absolut nichts. Es sei denn, man steht direkt am Verkaufstresen.“

Bislang ist Andreas Schwarze dienstagnachmittags neben dem MAS Motorradservice in Wilster, donnerstagnachmittags vor dem Edeka Markt in Horst anzutreffen, um die Mittagszeit dienstags in der Gasstraße in Itzehoe sowie donnerstags im Gewerbegebiet in Dägeling. „Man kann mich auch für Polterhochzeiten, Geburtstage oder andere Veranstaltungen ab einer Personenzahl von 30 Gästen mieten“, betont Andreas Schwarze, der an den Wochenenden auf Stadtfesten und Flohmärkten unterwegs ist. Das Produkt, das der Jungunternehmer aus der Marschenstadt an den Kunden bringen möchte, trägt den Namen Wolfsbrot. Dabei handelt es sich um ein Dinkel- oder Weißmehlbrot, welches er über einen Bäcker aus Kellinghusen bezieht. Belegt wird dieses wahlweise mit Rindfleisch, Pute oder Schweinefleisch aus der Region. Alle drei Fleischsorten werden nach einem hauseigenen Rezept gewürzt und bei niedrigen Temperaturen über mehrere Stunden gegart. Durch die Art der Zubereitung wird dieses extrem zart, sodass es anschließend in kleine Stücke zerfällt oder gezupft werden kann. Auf das Fleisch kommt wahlweise eine Schicht Gouda oder Cheddar-Käse. Dazu gibt es ein Salatangebot und eine Auswahl von Saucen.


>Weitere Infos unter: www.wolfswache.de


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen