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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 18:37 Uhr

Wettkampf : Europas härteste Feuerwehrleute

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kameraden aus der Region beim Wettbewerb in Berlin dabei. Staffel landet auf dem 30. und André Raschen aus Oelixdorf auf dem 6. Platz

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2013 | 17:15 Uhr

Unter den Feuerwehrleuten gilt sie als härtester Wettbewerb – mindestens in Europa: die European Firefighter Combat Challenge. Auch bei der dritten Auflage ging jetzt wieder ein Team mit Kameraden aus Oelixdorf, Brunsbüttel und Barmstedt in Berlin an den Start. Auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof ging es darum, einen Parcours zu überwinden, der die möglichen Aufgaben im Alltag eines Feuerwehrmannes darstellt – und das in möglichst kurzer Zeit.

Gleich zu Beginn ging es einen zwölf Meter hohen Treppenturm hinauf – wie beim gesamten Wettbewerb musste dabei die komplette Feuerwehr-Schutzausrüstung inklusive Atemschutzgerät auf dem Rücken getragen werden. Bei der Turmbesteigung erschwerte ein 20 Kilo schweres Schlauchpaket auf der Schulter den Einsatz. Wer im Einzel startete hatte die angeschlossene Atemmaske aufgesetzt.

Nach dem Turm ging es in Windeseile wieder runter, wo die Hammermaschine wartete. Dabei musste ein Stahlgewicht von 80 Kilo mit einem Vorschlaghammer über eine Strecke von eineinhalb Meter getrieben werden. Weiter ging es über einen 40-Meter-Slalomkurs, an dessen Ende ein gefüllter C-Schlauch samt Strahlrohr lag, der die gleiche Distanz wieder zurückgezogen werden musste. Die letzte Aufgabe: Eine 80 Kilogramm schwere, lebensgroße Puppe musste im Rettungsgriff gepackt und rückwärts die letzten 30 Meter bis ins Ziel geschleppt werden. Die Aufgaben konnten zu zweit, als Staffel im gesamten Team und im Einzel absolviert werden.

Seit Anfang dabei sind Marc Weilke (Brunsbüttel-Nord), Gerrit Feddern (Barmstedt), Frithjof Bose, Marco Lau und André Raschen (alle drei Feuerwehr Oelixdorf), die zusammen mit mehr als 300 Einzelstartern und 60 Staffelteams aus ganz Europa an den Start gingen. „Die körperliche Belastung auf diesem Kurs, besonders beim Einzelstart, ist enorm“, sagte Bose. „Im Ziel konnte ich mich kaum noch auf den Beinen halten.“ Und Weilke erklärt: „Dieser Wettkampf ist gar nicht so realitätsfern wie es auf den ersten Blick aussieht. Jeder Feuerwehrmann im Einsatz sollte wissen was er seinem Körper zutrauen kann und wie schnell er mit seiner Kraft am Ende ist.“

Nach den Vorwettbewerben stand fest: Das Team als Staffel sowie André Raschen im Einzel hatten den Einzug in die EM-Endrunde geschafft. „Wir mussten als Staffel leider gegen die Vorjahressieger antreten, die uns auch gleich etwas davon gelaufen sind“, sagte Raschen, „aber wir haben unsere Wunschzeit von unter zwei Minuten erreicht“. Letztendlich landete das Team auf dem 30. Platz. Der Oelixdorfer André Raschen erreichte in seiner Altersklasse den sechsten Platz. Mit seiner Bestzeit aus den Vorläufen hat er sich ebenfalls für die diesjährige Weltmeisterschaft in Las Vegas qualifiziert. Großes Pech hatte Marco Lau, der nach einer Verletzung nicht an den Start gehen konnte. Doch schon auf dem Heimweg waren die Strapazen vergessen und die fünf Kameraden machten schon Pläne für das nächste Jahr. „Auf alle Fälle fangen wir früher an zu trainieren.“

>Mehr Infos unter www.feuerwehr-oelixdorf.de

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