Motorradtreffen in Wilster : Europameisterschaft der Veteranen

Vor drei Jahren führte die Veteranen-Rallye schon einmal in die Wilstermarsch. Auch damals setzten die Liebhaber historischer Zweiräder mit der Störfähre „Else“ über.
Vor drei Jahren führte die Veteranen-Rallye schon einmal in die Wilstermarsch. Auch damals setzten die Liebhaber historischer Zweiräder mit der Störfähre „Else“ über.

200 Teilnehmer mit ihren historischen Motorrädern werden bei internationaler Ausfahrt in Wilster erwartet.

shz.de von
19. Juli 2018, 05:45 Uhr

Die 10. Internationale Zwei-Tage-Veteranenfahrt Norddeutschland und die 5. Internationale Windmill-Rallye machen in diesem Jahr auch in Wilster Station. Am Sonnabend, 21. Juli, zwischen 12.30 und 15.30 Uhr werden auf dem Gelände der Motorrad- und Autoservice GmbH (MAS) mehr als 200 historische Motorräder erwartet. Nach 2015 ist die vom Motorsportclub Kaltenkirchen ausgerichtete Tour dann schon zum zweiten Mal in der Wilstermarsch. Damals eroberten die Anhänger historischer Motorräder aus ganz Europa Brokdorf. Es geht bei dieser Motorradveteranenausfahrt um eine Mannschaftstrophäe: die silberne Windmühle, die 1964 in den Niederlanden ins Leben gerufen wurde.


Durchschnittstempo entscheidet

In den A- und B-Nationalmannschaften fahren Teilnehmer aus Polen, Dänemark, Schweden, Finnland, Österreich, Schweiz, Nordirland, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland. Es ist somit die Europameisterschaft der Motorradveteranenfahrer.

In verschiedenen Prüfungen zur gleichmäßigen Geschwindigkeit auf der Strecke am Sonnabend und Sonntag wird der Sieger ermittelt. Es geht hier nicht darum besonders schnell zu fahren, sondern möglichst genau den selbst gewählten Schnitt von 24, 30 oder 36 km/h einzuhalten. Alles darüber oder darunter wird als Strafpunkt gewertet. Neben einer Kaltstartprüfung am Sonntag ist auch die Zuverlässigkeit der betagten Maschinen gefragt.

Bis zum Baujahr 1945, dem Ende des 2. Weltkrieges, sind Solo- und Beiwagenmaschinen bei dieser Veranstaltung zugelassen. In diesem Jahr ist das „Württembergia“-Treffen Bestandteil dieser Veranstaltung. Es werden etwa 15 Maschinen dieser in Berlin gebauten Motorräder erwartet.

Die Veranstalter rechnen mit etwa 200 alten Maschinen ab der Jahrhundertwende. Außerdem nehmen auch Uraltfahrräder an der Veranstaltung teil, die jedoch auf weitaus kürzeren Strecken um Kaltenkirchen herum unterwegs sind.

Die teilweise getriebelosen und mit Keilriemen betriebenen Veteranen sind am Wochenende auf einer Tour von 164 und 124 Kilometern unterwegs. Es ist also eine recht anspruchsvolle Strecke die diese Pioniere der Straße zu absolvieren haben.

Die Tour am Sonnabend führt von Kaltenkirchen unter anderem über den Kontrollpunkt am Wasserturm in Hohenlockstedt ab 10 Uhr zur Mittagspause am „Kanal 33“ in Hohenhörn, über die Burger Fähre und die tiefste Landstelle Deutschlands nach Wilster und von dort aus zur Störfähre „Else“ in Beidenfleth ab 14.15 Uhr. Von hier geht es über Kremperheide, Dägeling, Breitenburg, Auufer zurück nach Kaltenkirchen.


Weltmeister Egon Müller als Moderator

Moderiert wird die Veranstaltung vom Start an, sowie an den Pausenstellen und dem Zieleinlauf in Kaltenkirchen an beiden Tagen von Deutschlands einzigem Speedwayweltmeister, mehrfachen Sandbahnweltmeister und Deutschen Meister Egon Müller. Die Bahnsportlegende aus Rodenbek bei Kiel, früher auch „Der Komet“ genannt, errang den Speedwayweltmeistertitel 1983 im ostfriesischen Norden. Am zweiten Tag geht es in den östlichen Teil des nördlichsten Bundeslandes mit der Mittagspause auf dem Schloss Tremsbüttel.


Weitere Infos unter: www.veteranenfahrt- norddeutschland.de

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