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Naturschutz : Eulen futtern fast 4500 Feldmäuse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Naturschützer in Wolster freuen sich über 30 Nachtvogelpaare und 129 Jungtiere – Sie ernähren sich vorwiegend von kleinen Nagetieren

Die demografische Entwicklung beim Bestand an Schleiereulen in der Wilstermarsch ist positiv. Im vergangenen Jahr zählten die Naturschützer 30 Eulenpaare, die es auf die stattliche Zahl von 129 Jungeulen brachten.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Nabu-Vorsitzender Peter Kock. „Doppelt so viele wie im Jahr 2014“, sagte er. Nach seinen Ausführungen zum Schleiereulenbesatz in der Wilstermarsch legte Lutz Lange aus Wewelsfleth als Eulenbetreuer dieser Region ausführliches Zahlenmaterial vor.

In den vergangenen Jahren, so berichtete er, seien in der Wilstermarsch an 38 Standorten die künstlichen Nisthilfen für Schleiereulen kontrolliert worden. Lange bedauerte, dass man leider für die Errichtung von Windkraftanlagen ein Gebäude abgerissen habe, in dem häufig Schleiereulen den angebrachten Nistkasten genutzt hätten. An einem anderen Haus seien der Giebel und mit ihm die Nisthilfe abgestürzt.

So kam es, dass im vergangenen Jahr noch 35 Standorte mit Nisthilfen für Schleiereulen ausgewertet wurden. Nach den Angaben Langes zogen 18 Schleiereulenpaare in der Erstbrut 80 Jungvögel groß. Davon hatten zwei Paare keinen Bruterfolg. Durchschnittlich wurden 4,4 Jungeulen pro Brutpaar errechnet. Zur Zweitbrut schritten zwölf Paare, die 49 Jungeulen zur Welt brachen. Das entsprach 4,1 Jungvögel pro Paar.

Insgesamt brüteten im vergangenen Jahr 30 Schleiereulenpaare in der Wilstermarsch. Es konnte die stattliche Anzahl von 129 Jungeulen registriert werden. „Das entsprach einem Wert von 4,3 Jungtieren pro Brutpaar“, hatte Lutz Lange errechnet.

Weiter schreibt Lange: „Es wurden im Jahr 2015 an sechs Standorten der Wilster- und Krempermarsch Gewölle der Schleiereulen eingesammelt. Alle Auflesungen enthielten insgesamt 4751 Beutetiere, davon 4486 Feldmäuse (94,4 Prozent).“

In St. Margarethen hatte er darüber hinaus festgestellt, dass in einer Nisthilfe Schleiereulen und Turmfalken gemeinsam brüteten.

Später konnten dort fünf Eier von Turmfalken und sieben leider von den Schleiereulen verlassene Eier registriert werden. Mittlerweile werde landesweit fast jedes Jahr mindestens eine gemeinsame Nisthilfe von Turmfalken und Schleiereule gefunden, bemerkte Lutz Lange abschließend.


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