Sportanlagen : ETSV - Bleiben oder Verlagern?

Wolfgang Engemann von der Fußballsparte zeigt den sanierungsbedürftigen Rasen.
Wolfgang Engemann von der Fußballsparte zeigt den sanierungsbedürftigen Rasen.

Mitglieder des Sportvereins stimmen über die Zukunft ihrer Sportanlagen ab. Politiker fordern mehr Eigenleistung vom Verein.

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21. November 2013, 17:00 Uhr

Der ETSV steht vor einer Grundsatzentscheidung: Werden die alten Sportanlagen am Molenkiekergang saniert oder wird eine neue Anlage im Marineviertel geschaffen? Am Montag, 25. November, soll ab 20 Uhr bei einer außerordentlichen Versammlung im Detlefsengymnasium nach über acht Jahren Diskussion endlich eine Entscheidung fallen. Dessen ungeachtet wird mit den Stadtvertretern bereits über die Finanzierung gestritten. Denn egal ob Verlagerung oder Sanierung, es fallen Kosten an.

Für den Neubau der Sportanlagen war zuletzt eine Summe von rund vier Millionen Euro im Gespräch. Für die Sanierung der jetzigen Sportanlagen am Molenkiekergang wird in einer Aufstellung des Vereins rund eine halbe Million Euro für veranschlagt. Am günstigsten fällt darin die Reparatur des Ballfangzauns mit 1500 Euro aus, am teuersten wird die Sanierung des Kunstrasenplatzes mit 235 000 Euro, der allerdings im Besitz der Kommune ist. Zu Buche schlagen auch nötige Erneuerungen im Vereinsheim am Molenkiekergang mit insgesamt 70 000 Euro. Unter anderem gibt es keine Umkleidekabinen für weibliche Fußballer und die Heizungsanlage müsste saniert werden.

Der Verein geht offenbar davon aus, dass die Stadt die Kosten für die Sanierung übernimmt. „Wir brauchen Unterstützung, bitte nehmen Sie das ernst“, appellierte Uwe Thomsen, Vorsitzender der Fußballsparte, jüngst an die Mitglieder des Hauptausschusses. Auch zweiter Vorsitzender Heinz Grobys und weitere Vorstandsmitglieder waren zu der Ausschusssitzung erschienen, um ihrer Bitte nach Unterstützung Dringlichkeit zu verleihen. Die Kommunalpolitiker forderten dagegen mehr Eigenleistung vom Verein. Dr. Siegfried Hansen (Piraten) etwa verlangte eine ausführliche Auflistung der Eigenbeteiligung. Und Dr. Manfred Lück (CDU) erklärte, dass die Stadt angesichts des defizitären Haushalts verantwortungsvoll mit ihrem Geld umgehen müsse.

Bevor die Diskussion weitergeführt wird, bleibt die Entscheidung der Mitgliederversammlung am nächsten Montag abzuwarten. Der Vorstand des ETSV verabschiedete bereits eine Beschlussvorlage, in der Empfehlungen für die Abstimmung gegeben werden. Sie liegt in der Geschäftsstelle für Vereinsmitglieder aus. Der Öffentlichkeit möchte der Vorstand seinen Beschluss noch nicht preisgeben.

Neben der Grundsatzentscheidung für oder gegen eine Verlagerung soll in der Versammlung übrigens auch ein neuer erster Vorsitzender des ETSV gewählt werden. Der Posten war vakant, seitdem Uwe Genter das Amt im Frühjahr niedergelegt hatte.

Schon vor der Mitgliederversammlung treffen sich um 18.30 Uhr die Mitglieder der Fußballabteilung, um in geheimer Abstimmung eine eigene Entscheidung zur Verlagerung zu treffen. Abteilungsleiter Uwe Thomsen bittet alle Mitglieder ab 16 Jahren um Beteiligung.

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