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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 20:17 Uhr

Albert Schweitzer : Ethik geht alle an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Hans Stellmacher stockt Medienbestand zu Albert Schweitzer im Elbeforum in Brunsbüttel auf.

von
erstellt am 07.Aug.2014 | 17:05 Uhr

Seit Jahren hat der Itzehoer Hans Stellmacher sich der Ethiklehre Albert Schweitzers (1875-1965) verschrieben: „Ehrfurcht vor allem Leben“. Der 67-Jährige hat inzwischen ein ganzes Netzwerk an Ethik-Akademien aufgebaut. Eine davon steht in Brunsbüttel: das Elbeforum.

Seit 17 Jahren währt die Zusammenarbeit mit der Spielstätte der Schleusen stadt. Theaterchef Frank Dehning kümmert sich um die Dauerausstellung zu Albert Schweitzer, betreut Schulen und Kindergärten, wenn es um Materialien über den Arzt, Theologen und Philosophen Albert Schweitzer geht. Für Vorträge wird dann auch schon mal der Bürgersaal des Elbeforum genutzt. Seit einiger Zeit bietet auch ein großer Flatscreen-TV, spendiert von Hans Stellmacher, Möglichkeiten für kleine Gruppen, digitale Medien zu nutzen, um sich über Schweitzers Ethik zu informieren.

„Es könnte mehr Interesse daran sein“, findet Frank Dehning. Vor allem aus Brunsbüttel selbst gebe es nur wenige Nachfragen nach dem vielfältigen Material. Dabei hat Stellmacher gerade das Elbeforum als „Zentrum des Norddeutschen Albert-Schweitzer-Instituts“ auserkoren. Vor allem sei die Beschäftigung mit dem Arzt, der ein berühmtes Hospital im zentralafrikanischen Lambarene gründete, nicht nur auf die Vergangenheit gerichtet, sagt Dehning. „Man kann ganz aktuelle Themen einbinden und Zusammenhänge herstellen zu Schweitzers Denken.“ Er hofft, dass sich örtliche Schulen in Zukunft verstärkt ans Elbeforum wenden.

Das Theater unterstützt Stellmachers Idee noch auf andere Weise: Durch Karten für Kinderveranstaltungen im Elbeforum. Zuletzt war ein Bauchredner dort und begeisterte die Lütten aus verschiedenen Kitas der Region.

Jetzt stockt Hans Stellmacher den Medienbestand im Elbeforum noch einmal auf: Er hat eine Broschüre veröffentlicht, die an alle Akademien seines Netzwerks von Brunsbüttel über Wilster, Itzehoe, Glückstadt, Kellinghusen bis hin nach Weimar verteilt werden soll. Das „Ethik-Heft“ soll ebenfalls Schulen und Kitas zugänglich gemacht werden. Neben Albert Schweitzer sind dort auch die Gedanken Goethes und Schillers zur Ethik aufgeführt. „Dass wir es geschafft haben, die drei unter einen Hut zu kriegen war nicht einfach“, gibt Stellmacher zu. Offiziell vorgestellt wird das Ethik-Heft am 25. August in Weimar bei der Goethe-Gesellschaft. Und am 10. Oktober plant Hans Stellmacher eine festliche Veranstaltung in Glückstadt. Gewissermaßen nebenher übergab er ans Elbeforum weitere Medien über das Ethik-Dreigestirn.

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