Interview Hendrik Pekeler : „Es waren alles sehr enge Spiele“

Stammt aus Glückstadt: Handball-Nationalspieler Hendrik Pekeler (rechts).
Stammt aus Glückstadt: Handball-Nationalspieler Hendrik Pekeler (rechts).

Unmittelbar nach dem Gruppen-Spiel der DHB-Auswahl gegen Argentinien sprach unser Redakteur per Skype mit Nationalspieler Hendrik Pekeler.

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23. Januar 2015, 05:00 Uhr

Hendrik Pekeler, wie war das Spiel für Sie?

Am Anfang hatten wir einige Schwierigkeiten und sind nicht so gut ins Spiel gekommen. Das Spiel hatte ein hohes Tempo. In der zweiten Halbzeit haben wir uns in der Abwehr wesentlich verbessert und haben vorne im Angriff unser Ding relativ souverän durchgezogen.

Wie bewerten Sie die bisherigen Spiele des deutschen Teams?

Es waren alles sehr enge Spiele. Wir haben eigentlich nur durch Nuancen die Spiele entschieden. Heute waren wir ein bisschen souveräner.

Wie ist die Stimmung im Team?

Die ist natürlich überragend. Wenn man gewinnt, dann macht es auch Spaß. Und wenn man auch die richtig engen Spiele für sich entscheiden kann, dann macht es natürlich noch mehr Spaß.

Wie fühlen Sie sich persönlich nach Ihrer Verletzung?

So ein paar Wehwehchen hat jeder aus der Mannschaft. Gerade jetzt durch die Spiele ist die Belastung relativ hoch und wir haben kaum Zeit, das auszukurieren.

Namhafte Handball-Spieler wie zum Beispiel Oliver Roggisch haben in den letzten Tagen Ihr Talent gelobt. Macht Sie das stolz?

Ja, natürlich macht einen das stolz. Aber es ist natürlich die ganze Mannschaft, die erfolgreich ist. Jeder trägt seinen Teil dazu bei. Heute habe ich zum Beispiel nicht so viel gespielt, aber da hat dann jemand anderes etwas Gutes geleistet.

Bekommen Sie vom Land Katar etwas mit und was sind das für Eindrücke?

Viel bekommen wir nicht mit. Die freie Zeit, die wir haben, versuchen wir eigentlich zur Regeneration und zum Schlafen zu nutzen. Ab und zu sind wir mal in der Stadt und gehen ins Einkaufszentrum. Mein Eindruck von Doha ist, dass hier sehr viele Hotels gebaut wurden und dass die Stadt gigantisch ist.

Sind Sie jetzt während der WM viel in Kontakt mit Familie und Freunden aus der alten Heimat?

Ja, ich kriege natürlich nach den Spielen immer viele Glückwunsch-SMS. Und mit meinen Eltern habe ich auch nach jedem Spiel Kontakt.

Ihre Prognose: Wie geht die Weltmeisterschaft aus?

Jetzt haben wir ja nochmal ein Spiel gegen Saudi-Arabien. Ich hoffe, dass wir das auch noch gewinnen. Als Gruppenerster würden wir dann im Achtelfinale auf Island treffen. Das wäre natürlich auch wieder ein Spiel auf Augenhöhe. Weiter möchte ich eigentlich noch gar nicht gucken.

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