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Norddeutsche Rundschau

23. August 2017 | 19:58 Uhr

Hertie : „Es macht wieder mehr Spaß“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Kauf des Hertie-Hauses durch die Haltermann Immobilien GmbH sorgt für viele positive Reaktionen.

Hertie, Hertie und nochmals Hertie: Wohin man gestern auch kam – der lang ersehnte Verkauf des leer stehenden Kaufhauses war das Thema. Rasend schnell machte die Nachricht die Runde, dass die Haltermann Immobilien GmbH das Gebäude gekauft hat und ein weiteres Modehaus einrichten will.

„Jeder Kunde, der reinkommt, sagt, dass es schön ist“, sagt Doris Callsen, Inhaberin von „Allerhand von Hand“ im Oelmühlengang. Sie hat 34 Jahre lang bei Karstadt und Hertie gearbeitet. „Es tat weh zu sehen, wie alles verkommt.“ Besonders gerne würde Callsen über das angekündigte Modesortiment hinaus auch ein Lebensmittel-Angebot sehen. „Schön wäre auch eine Markthalle, in der zum Beispiel Hofläden ihre Waren anbieten.“ Doch egal was – alleine, dass wieder Leben ins Haus komme, sei gut für Itzehoe, meint ihre Kollegin Brigitte Schmidt. „Wir freuen uns alle.“

Besonders froh sind die umliegenden Geschäftsleute, dass mit Sven Haltermann ein Itzehoer das Haus gekauft hat – das wurde von allen betont. „So wissen wir, woran wir sind und dass es jemand ist, der seinen Job gut macht“, sagt Sabine Soyka von Fotodesign Soyka. Wie alle anderen Anlieger auch, geht sie davon aus, dass die Belebung des Hauses auch die Breite Straße stark beleben wird. „Wir sind schon auf einem positiven Weg, das wird es noch verstärken.“

Sie bewundere Haltermanns unternehmerischen Mut, sagt Manuela Sue-Schuldt von Spielwaren Rathjen. „Wir werden ihn hier mit Sicherheit herzlich willkommen heißen.“

Auf diese Nachricht „haben wir immer gewartet“, meint Ilona Wichmann im Schuhhaus Koch. „Die Lieferanten und Kunden sprechen alle darüber. Es ist richtig gut für Itzehoe.“ Für Wolfgang Jürk von Foto Albrecht ist die Entwicklung „sensationell“. In Verbindung mit der Öffnung der Breiten Straße werde es „auf jeden Fall zu mehr Frequenz führen“. Und auch Ilse Hansen von Blumen Hansen findet den Kauf „sehr schön und sehr wichtig“. Als Einheimischer habe Sven Haltermann „das Herz noch in Itzehoe, nicht wie bei einer großen Kette, wo es nur ein Laden xy ist“. Endlich werde nun auch „diese lange Fläche, die nicht gerade einladend ist“, wieder attraktiver. „Wir können uns nur freuen.“

Das tut auch Peter Thormählen von der Central-Apotheke. „Es herrscht gleich eine ganz andere Grundstimmung“, sagt er. „Es macht wieder mehr Spaß, man fängt schon an zu überlegen: Wo kann ich bei mir noch was verändern?“ Denn nicht nur die Breite Straße habe unter dem Leerstand gelitten, auch der Oelmühlengang. Es sei frustrierend gewesen, gerade in der Weihnachtszeit. „Man gibt sich Mühe und dekoriert schön, aber es läuft keiner vorbei.“

Bei der Volksbank Raiffeisenbank werde der Verkauf „sehr positiv gesehen“, sagt Vorstand Manfred Kowalewski. „Es ist gut für Itzehoe.“ Nun gebe es wieder eine Perspektive für das Gelände, auf dem der Spielplatz eingerichtet ist. Derzeit gebe es noch keinen Investor für das Geschäftshaus, das dort entstehen soll. „Aber wenn das Hertie-Haus belebt wird, wird auch das wieder interessant.“

Es sei eine der lang ersehnten Initialzündungen, die die Stadt dringend brauche, sagt Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula. Und Martin Dethlefsen, der die Westbank saniert, freut sich ebenfalls über seinen neuen Nachbarn: „Ich finde es toll. Die Ecke wird wieder richtig schön. Und wenn wir jetzt noch die Stör wieder auf kriegen...“

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erstellt am 15.Jan.2014 | 05:00 Uhr

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