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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 21:03 Uhr

„Es ist Luft nach oben“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Jahr Stör-Carree: Inhaber Sven Haltermann nicht unzufrieden, doch es brauche weiter Geduld

von
erstellt am 04.Apr.2015 | 07:00 Uhr

„Was, das ist schon ein Jahr her?“ Die Kundin an der Kasse kann es nicht glauben. Doch es stimmt: Genau vor einem Jahr hat Sven Haltermann das Stör-Carree eröffnet, begleitet von Riesenrad und Riesenandrang. Heute ist er durchaus zufrieden, sagt aber auch: „Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen. Es ist Luft nach oben, aber das ist auch normal.“

In den ersten Wochen sei das neue Modehaus förmlich überrannt worden. Wie erwartet, sei es dann ruhiger geworden. Im Herbst gab es eine zweite Offensive mit mehr Vorlauf beim Sortiment, nachdem die Eröffnung innerhalb weniger Wochen aus dem Boden gestampft worden war. „Wir merken jetzt, wie das Haus jeden Monat mehr angenommen wird“, sagt Haltermann. Das sei schön, auch wenn er mit einer schnelleren Entwicklung gerechnet habe. Es brauche weiter Geduld. Weiterhin würden Erfahrungen gesammelt, Sortimente punktuell variiert, ganz wie es auch bei Behrens & Haltermann laufe: „Die Mode verändert sich, wir passen uns an.“ Im Stör-Carree gelte das noch stärker, weil es neu sei.

Zwei Etagen des ehemaligen Hertie-Gebäudes warten noch auf eine Nutzung. Es gebe nichts Spruchreifes, aber viele Ideen, denen auch keine Grenzen gesetzt seien, sagt Haltermann. Dabei gehe es um Handel oder den Handel Ergänzendes wie Gastronomie, was die Aufenthaltsqualität erhöhe. Wann sich etwas tut? „In diesem Jahr voraussichtlich noch nicht.“

Das neue Modehaus habe in jedem Fall die Frequenz erhöht, die Innenstadt-Besucher machten wieder den Weg von A nach B, also vom Holstein-Center Richtung Stör-Carree, meint Haltermann und wird von Kollegen bestätigt (siehe Artikel rechts). Leider habe das nicht zu einer Anpassung der Öffnungszeiten geführt – nur vereinzelt wurden die Schlusszeiten 18.30 Uhr in der Woche und 18 Uhr am Sonnabend übernommen.

Das bedauert auch Manfred Kröger von Flickenschild Whisky & Cigars, der im Stör-Carree eine Zweigstelle betreibt. Es sei immer noch „der schwierigere Teil der Innenstadt“, und sein Geschäft beurteilt er ebenso wie Haltermann: Dieses sei ein „zartes Pflänzchen mit Perspektive“, eine positive Entwicklung zu sehen.

Rund 20 Mitarbeiter hat das Stör-Carree, den selbst betriebenen Imbiss mitgerechnet. Dass dieser das Angebot ergänzt, sieht Haltermann uneingeschränkt positiv. Er sei froh, sich als Franchise-Nehmer für das Profi-Konzept von „Bobby & Fritz“ entschieden zu haben. „Es bringt Spaß – ich hätte mir nicht träumen lassen, dass es so gut einschlägt.“


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