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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 18:35 Uhr

Weihnachten im Schukarton : Es geht wieder los

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In Kellinghusen läuft die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ wieder an. Zahlreiche Sammelstellen nehmen Kartons entgegen.

„Mit kleinen Dingen Großes bewirken“ lautet seit 20 Jahren das Motto der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Seit neun Jahren werden auch in der Störstadt sowie in der Region eifrig weihnachtlich geschmückte Schuhkartons gefüllt.

Seit die Kellinghusenerin Annelies Liebschner-Stabenow zum ersten Mal dafür warb, zog die Aktion Kreise. Sammelstellen gibt es jetzt auch in Wrist, Brokstedt sowie in Bad Bramstedt. „Zuletzt haben wir 356 liebevoll gefüllte Kartons auf die Reise geschickt,“ sagt Liebschner-Stabenow. Empfänger sind bedürftige Kinder in meist osteuropäischen Ländern. „Die Pakete kommen in Gebiete und Situationen von unvorstellbarer Armut“, bestätigt Liebschner-Stabenow. Enthalten sollten die Kartons für Jungen und Mädchen in den Altersstufen von zwei bis vier, fünf bis neun oder zwölf bis 14 Jahre jeweils ein Mischung aus Kleidung, Süßigkeiten, Kuscheltieren, Schulsachen sowie Hygieneartikel. Niemand müsse sich dafür in Unkosten stürzen, unterstreicht die Kellinghusener Initiatorin. „Unvollständige Kartons werden von Helfern ergänzt.“ Zur Seite stehen ihr dabei seit vielen Jahren Helga Thurm und Urte Feger sowie Ehemann Siegbert Stabenow. Das Umpacken oder Komplettieren übernehmen aber auch andere Sammelstellen, erklärt Liebschner-Stabenow.

Zu den langjährigen Unterstützern der Aktion zählt auch Andreas Dethlefsen, Seniorchef des Hagebaucentrums. „Wenn es sie nicht gäbe müsste sie erfunden werden“, bezeichnet er „Weihnachten im Schuhkarten“ als eine Aktion, die in die Herzen gehe. In seinem Hobbykeller bastelt der Unternehmer traditionell 100 Schmucksachen, die er in Basttäschchen verpackt für die Geschenkaktion zur Verfügung stellt. „Die Halsketten für Mädchen versehe ich mit hübschen Muscheln und Schneckenanhängern vom Ferienstrand“, sagt Dethlefsen.

Als sozial karitatives Engagement im Sinne des Evangeliums habe jetzt auch Papst Franziskus die Aktion anerkannt, freut sich Liebschner-Stabenow. Sie hofft, dass damit nun den Kritikern und der Frage nach der Nachhaltigkeit der Aktion der Wind aus den Segeln genommen wurde. „Ein langfristige Hilfe soll und kann diese Aktion gar nicht sein“, unterstreicht sie. Vor rund 20 Jahren habe der walisische Geschäftsmann Dave Cooke sich von der Not rumänischer Waisenkinder anrühren lassen, und eine große Hilfsaktion gestartet. Seine Ehefrau sei auf die Idee mit den Schuhkartons gekommen. Auch heute seien es überwiegend Privatpersonen, die die Geschenkkartons füllen. Verteilt werden sie vor Ort dann von Kirchengemeinden unterschiedlicher Konfessionen. „Uns geht es nur darum, den Kindern zu Weihnachten eine Freude zu machen,“ so Liebschner-Stabenow. Allen Spendern und Sponsoren der Aktion dankt sie schon jetzt für das Engagement. Sammelstellen sind bis Freitag, 15. November in Kellinghusen: Hagebaucentrum, Neuer Kamp 32, LiSt-Keramik, Annelies Liebschner-Stabenow, Vor der Holzkate 6, Stadtbücherei Kellinghusen, Bürgerhaus sowie Manuela Bastian, Am Sportplatz 19 a in Wrist, Kerstin Mevert, Sandkuhle 4 in Münsterdorf sowie Martina Feldmann, Schneidemühler Straße 19 in Hohenlockstedt.

Außerdem hat die dort ansässige Firma Pohl-Boskamp auch aktuell zugesagt, für jeden bei ihr abgegebenen Karton die Transport- und Verwaltungskosten in Höhe von sechs Euro zu übernehmen.

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