Es geht wieder hoch hinaus

Helga Nießen und Renate Niß wünschen sich viele Gäste zur Turmeinweihung. Foto: Tietje-Räther
Helga Nießen und Renate Niß wünschen sich viele Gäste zur Turmeinweihung. Foto: Tietje-Räther

Endlich ist es soweit - der Luisenberger Turm darf wieder bestiegen werden.

shz.de von
21. März 2009, 03:59 Uhr

Kellinghusen | Am Sonntag, 29. März, von 14 bis 16 Uhr soll die Einweihung des Ausgucks bei Kaffee und Kuchen von den Landfrauen gefeiert werden. Für die musikalische Umrahmung sorgen der Spielmannszug "Frei weg" sowie die Jagdhornbläser "Störtalrotte". "Wir freuen uns auf möglichst viele Besucher aus Stadt und Land", sagt Bürgermeisterin Helga Nießen.

Geplant hat sie das festliche Ereignis mit Renate Niß vom städtischen Tourismusbüro. Niß freut sich, Besuchern jetzt wieder die besondere Attraktion der Turmbesteigung anbieten zu können.

Lange Zeit war die Tür eines der drei Turmwahrzeichen der Stadt fest verschlossen. Zu gefährlich war zuletzt der Aufstieg über die maroden 85 Treppenstufen zur Aussichtsplattform geworden. Über den zugesperrten Schauinsland wunderte sich auch Helga Nießen, als sie 2004 neu in die Stadt kam. "Ich nahm mir gleich vor, das touristische Highlight für Besucher wieder zugänglich zu machen."

Nach der erfolgreichen Wahl zum Stadtoberhaupt habe sie eine Flohmarktaktion zugunsten der Turmsanierung gestartet. Maßgeblich an dem Großereignis mitgewirkt hätten seinerzeit Gisela Schmalfeldt und Susanne Hartig. "Die zwei Kellinghusenerinnen haben mich sehr unterstützt", unterstreicht Nießen. Der Aufwand hat sich gelohnt: Rund 5000 Euro wanderten als solider Grundstock in das Turm-Sparschwein. Insgesamt verschlang die notwendige Renovierung jedoch rund 30 000 Euro. "Rund 15 000 Euro davon steuerte das Amt für ländliche Räume bei", erklärt Nießen. Weitere 10 000 Euro für die Instandsetzung ihres Turmwahrzeichens macht außerdem die Stadt locker.

Zusätzlich seien die Mieteinnahmen von den zwei auf dem Turm installierten Mobilfunkantennen für die Sanierung beiseite gelegt worden. In diesem Zusammenhang verweist sie auf ein Unbedenklichkeitszeugnis. "Die Strahlung stellt keine Gefahr für die Gesundheit der Turmbesucher dar." Dies habe eine Prüfung ergeben, die laut Nießen auch der Grund für die verzögerte Turmeröffnung war. Das Ergebnis sei für Jedermann nachlesbar am Turm angebracht.

Das Innere des 1858 fertig gestellten Bauwerks glänzt jetzt durch einen neuen Anstrich sowie erneuerten Stufen. Damit die Gäste auch wissen, was sie bei Schönwetter von ihrem Aussichtspunkt in rund 22 Meter Höhe erspähen, sind auf der Turmbalustrade Schilder angebracht worden. Die Idee der Bürgermeisterin, zusätzlich ein Fernrohr zu installieren, konnte nicht realisiert werden. "Zu teuer", sagt Nießen.

Nach der Einweihungsfeier wird der Turm jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr unter ehrenamtlicher Aufsicht von Karlheinz Schamp die Öffentlichkeit zugänglich sein. Über das Tourismusbüro (Tourismus@Buergerhaus-Kellinghusen.de) können überdies individuelle, von Stadtführern begleitete Kletterpartien gebucht werden.

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