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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 17:56 Uhr

„Es bedeutet keine Veränderungssperre“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Landeskonservator Michael Paarmann im Interview

von
erstellt am 18.Jun.2016 | 07:00 Uhr

Wie kam es zu der Entscheidung?

Die Entscheidung, die Viktoriastraße als so genannte Mehrheit baulicher Anlagen in die Denkmalliste aufzunehmen, hängt zusammen mit der neuen Gesetzeslage seit dem 30. Januar 2015. Der ehemalige Status der Gebäude, um die es in erster Linie geht, als einfache Kulturdenkmale ist mit der Gesetzesnovelle abgeschafft worden. Insofern ergibt sich für sehr viele Gebäude auch in Itzehoe die Notwendigkeit einer Nachbewertung.

Warum kommt diese Nachbewertung jetzt?

Wir haben von dem neuen Wettbewerb gehört und waren der Meinung, dass wir jetzt, wenn die Diskussion um den Erhalt der Gebäude möglicherweise wieder aufflammt, die Viktoriastraße in unserem Bewertungsmarathon vorziehen. So können auch aktuelle Ausweisungen der Kulturdenkmale mit einbezogen werden.

Was darf der Kreis und was nicht?

Der Kreis ist in diesem Fall seine eigene Genehmigungsbehörde für den denkmalschutzrechtlichen Part. Wenn man ein Gebäude unter Schutz stellt, bedeutet das grundsätzlich nie, dass eine Veränderungssperre verhängt wird. Auch Kulturdenkmale können, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, abgerissen werden. Letztlich ist es die Entscheidung des Kreises, wie er mit seinen historisch wertvollen Gebäuden umgeht. Es freut mich aber, dass die Büros angehalten werden, die Gebäude in den weiteren Planungen einzubeziehen. Das ist für den Denkmalschutz in Itzehoe ein gutes Zeichen.

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