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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 22:34 Uhr

Ertappt;Erworben;Erwartet

vom

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

"Warst du das da eben, Helmut?" Mit einer solchen Frage auf Facebook kann ein Tatort-Abend auch anfangen. Für alle, die vergangenen Sonntag nicht den Beitrag aus Kiel gesehen haben: Ja, der Polizist-Statist, der mehrfach elegant mit Kaffeetasse durchs Bild segelte, war Helmut Seifert, Vorsitzender von Wir für Itzehoe. Selbst im Kino ist er schon zu sehen, wenn man gut aufpasst, und zwar wiederum als Polizist in "Fünf Freunde": "Wenn man einmal in so einer Schublade ist...", sagt der 52-Jährige. Für Ordnung sorgt er zudem als Museumswärter im kommenden Jahr in der ZDF-Produktion "Unter anderen Umständen". Seit gut einem Jahr ist Seifert bei der Schleswiger Agentur Komparsen fischer, die übrigens durchaus weitere Darsteller aus der Region sucht. Das Komparsentum ist sein Hobby, für Geld macht er es jedenfalls nicht bei 50 Euro für einen ganzen Tag. So komme er raus, erlebe etwas anderes, sehe andere Menschen, sagt Seifert. "Andere Leute gehen angeln." Die fallen dann natürlich weniger auf, während der Itzehoer ständig auf den Tatort-Auftritt angesprochen wird: "Schon während das noch lief, klingelte bei mir zu Hause das Telefon." So ist das eben als Star.

Die Präsentation des Spielplanes für die Saison 2013/14 war gerade eine Woche her, da wurden an der Theaterkasse binnen vier Stunden 16 Abonnements gebucht. Da kann man sich schon mal freuen. Doch das Überraschende dabei: Es waren alles Neu-Abonnenten, "einige von ihnen hatten nicht einmal das neue Spielzeitheft", so Petra Mensching, im Theater für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. "Alle haben sich für ein Abo entschieden, weil ihnen Freunde und Bekannte so begeistert vom theater itzehoe berichtet haben." Zur Nachahmung durchaus empfohlen - die Theaterkasse macht erst ab dem 3. Juni Sommerpause.

Es ist ja recht abgegriffen, das Bild vom Hafen der Ehe, in den eingelaufen wird. Und wenn dann auch noch zwei Ponys im Spiel sind, wird es sprachlich nicht einfacher. Ganz einfach hatten es, zumindest sprachlich, gestern Nachmittag Jennifer Schöniger und Kevin König. Im Standesamt reicht eben ein "Ja" an der richtigen Stelle. Als Jennifer, nunmehr König, nach getanem Werk auf die Freitreppe kam, entfleuchte ihr allerdings ein anderes Wort, das mit Sch anfing. Später machte die 27-jährige Bäckereifachverkäuferin aus Hohenaspe daraus ein druckreiferes "Damit habe ich nicht gerechnet". Denn sie und ihren Mann Kevin, 30 Jahre alter Gas- und Wasserinstallateur, erwarteten ein Spalier aus Reitgerten, fliegende Herzen und Blütenblätter sowie ein Sektempfang. Ach, und zwei Ponys, Jennifer Königs "Ronja" und Kollege "Sir Nino". Der Pferdehof Berns aus Kollmoor hatte sich die Ehre gegeben. Die Ponys auf dem Markt sorgten für ein schönes Bild. Was alles passieren kann, wenn das Standesamt erst einmal barrierefrei zu erreichen ist - darüber denken wir ein anderes Mal nach.

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