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Polizei in Steinburg : Erste Stationsleiterin im Kreis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sie ist Polizistin aus Überzeugung: Juristin Daniela Pardun wechselt aus dem Innenministerium an die Stör und übernimmt die Polizeistation in Kellinghusen.

Gegen 25 Bewerber hat sich Daniela Pardun in der landesweiten Ausschreibung durchgesetzt – jetzt ist die 52-Jährige die erste Frau im Kreis Steinburg, die eine Polizeistation leitet. In Kellinghusen hat sie die Nachfolge von Henning Wendt angetreten, der bereits Ende Februar in Pension gegangen ist (wir berichteten). „Die große Bewerberzahl zeigt, dass es reizvoll ist, in Kellinghusen zu arbeiten“, sagte Revierleiter Sven Pehl bei der offiziellen Einführung.

Daniela Pardun hat einen eher ungewöhnlichen Berufsweg hinter sich. Die gebürtige Baden-Württembergerin kam der „Liebe wegen in den Norden“, sie lebt heute in Rethwisch. Verheiratet ist sie mit einem Polizisten, der auch in der Polizeidirektion Itzehoe tätig ist. Nach dem Jura-Studium war sie als Anwältin in Itzehoe tätig, erst 1996 bewarb sie sich für den Landespolizeidienst. „Ich habe gemerkt, dass ich auf der falschen Seite stand“, sagte sie zu ihrem Berufswechsel. Ausschlaggebend sei die Verteidigung eines Mannes gewesen, der seine Tochter misshandelt und vergewaltigt hatte. Nach Studium an der Fachhochschule Altenholz sammelte Daniela Pardun erste Erfahrungen im Polizeirevier Itzehoe, von dort ging es in den Stab zur Personalabteilung und dann fünf Jahre ins Innenministerium nach Kiel, wo sie für die Ostsee-Kooperation zuständig war. Da sie jedoch auf Dauer nicht täglich von Rethwisch nach Kiel pendeln wollte, bewarb sich die 52-Jährige wieder bei der Polizeidirektion Itzehoe. Nach Tätigkeiten in der Observation und im Stab „wollte ich wieder richtige Polizeiarbeit machen“, deshalb habe sie sich für die Stationsleitung in Kellinghusen beworben. Ihr Ziel sei eine bürgernahe Polizei. „Soweit wir können, wollen wir für die Bürger da sein.“

Revierleiter Sven Pehl geht davon aus, dass die neue Kellinghusener Polizeichefin auf die „erfahrenen und motivierten Kollegen“ ihrer Dienststelle zählen könne, diese würden sie mit Rat und Tat unterstützen. Die Nachbesetzung der Stelle habe etwas länger als erwartet gedauert, dies habe jedoch nicht an der Polizeidirektion Itzehoe gelegen, sondern an der landesweiten Konstellation, wo zahlreiche Leitungsposten hätten neu besetzt werden müssen. Pehl lobte die über Jahrzehnte gute Zusammenarbeit in Kellinghusen zwischen Polizei und Ämtern, dieses vertrauensvolle Zusammenspiel solle auch weiterhin verfolgt werden. Die Welt sei in Kellinghusen zwar noch in Ordnung, ging er auf die unterdurchschnittliche Kriminalitätsrate ein, doch „wir werden dennoch wachsam sein“.

Damit sich Daniela Pardun in Kellinghusen gut einlebt, gab es zur Begrüßung auch einige Gastgeschenke: Amtsvorsteher Clemens Preine hatte Blumen mitgebracht, der Leitende Verwaltungsbeamte Jürgen Rebien einen Anstecker mit dem Amtsmotiv und Kellinghusens Bürgermeister Axel Pietsch einen Töpfermarktbecher.

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erstellt am 16.Mai.2017 | 12:00 Uhr

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