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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 01:44 Uhr

Freizeitpark : Erste Kritik an Docke wird laut

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Piraten bemängeln geringe Nutzung und zu viel Unkraut / Politiker wollen genaue Kostenaufstellung für das 1,6 Millionen Euro teure Projekt

von
erstellt am 10.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Die Docke ist fertig – nur kaum einer kommt. So sieht es Dr. Siegfried Hansen von den Piraten. „Die Herrichtung der Docke hat 1,6 Millionen Euro gekostet. Jetzt müssen wir das Areal mit Leben erfüllen.“ Im Wesentlichen geht es ihm um den Qualitätsanspruch an das Gelände, welches er nicht erfüllt sieht.

Zudem findet der Stadtvertreter einiges dort schon jetzt nicht mehr schön: „Es gibt noch immer Stolperfallen auf dem Untergrund, dort, wo noch Betonboden liegt. Zudem sprießt überall das Unkraut.“ Deshalb kann er verstehen, dass es Stimmen gibt, den Fischmarkt wieder an den Binnenhafen zu verlegen. „So lange es so erbärmlich aussieht wie jetzt , bin ich dafür. Prinzipiell sollte der Fischmarkt auf der Docke bleiben.“ Nur unter anderen Voraussetzungen.

Wenn es regnet, würde die Fläche an vielen Stellen unter Wasser stehen. Es müsste eine Drainage gelegt werden. „Wenn nicht, versinkt der Platz bei Regen im Matsch.“ Doch die Nachfinanzierung für die Asphaltierung von 150 000 Euro sieht er kritisch. Hinzu kämen noch die Kosten für die Drainage. Nach Aussage der Stadtverwaltung würde sich die Landesregierung in Kiel weigern, diese ausstehenden Kosten aus Mitteln der Städtebauförderung zu übernehmen. „Wie kann es sein, dass bei einem Projekt dieser Größenordnung dieser Punkt nicht vorab geregelt wurde?“ Diese Frage hat er schriftlich bei der Stadtverwaltung eingereicht.

Und es ist nicht die einzige Frage. Denn viele Bürger wollten wissen, warum die Sanierung der Docke 1,6 Millionen Euro gekostet hat. Damit dies klarer wird, hat Dr. Hansen die Stadtverwaltung um eine Auflistung der angefallenen Kosten gebeten. Als Beispiele nennt der Stadtvertreter Kosten für den Naturlehrpfad, für Sitzmöglichkeiten, Hinweisschilder und anderes.

Dr. Hansen hat bei Facebook Bürger befragt. Zum einen stellte er seinen Fragenkatalog ins Netz, zum anderen bat er um Anregungen und Kommentare. Aufgegriffen hat er auch das Thema „Fischmärkte“, weil dies bereits im Vorwege ausgiebig im Zusammenhang mit der Docke diskutiert wurde. Dr. Hansen zieht daraus das Fazit: „In der Glückstädter Bevölkerung schwindet die Akzeptanz der dort stattfindenden Fischmärkte.“ Bemängelt werden unter anderem das Klettergerüst für Kinder, es sei zu schnell langweilig, die zu niedrigen Pyramiden als Aussichtsplattform und die fehlende Barrierefreiheit. Zudem kritisierte ein Anwohner, dass Ideen von Bürgern nicht umgesetzt wurden. Und andere bezeichneten die Fläche „lieblos und verloren“.

Dr. Siegfried Hansen regt an, das gesamte Thema im nächsten Wirtschaftsausschuss nach der Sommerpause zu diskutieren.

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