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Kirchengemeinde Herzhorn : Erste Frau auf der Herzhorner Kanzel

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Die Vakanz in der Kirchengemeinde hat ein Ende: Pastorin Gabriele Petersen in ihr Amt eingeführt.

Seit Juli wohnt sie bereits im Pastorat in Herzhorn und ist als Pastorin tätig. Am Sonntag wurde Gabriele Petersen in der St. Annen-Kirche durch Propst Thomas Bergemann feierlich in die Pfarrstelle der Kirchengemeinde Herzhorn mit Dienstauftrag für die Kirchengemeinde Süderau eingeführt.

Als Gabriele Petersen sich nach der Segnung durch den Propst in der vollbesetzten Kirche zur Gemeinde umdrehte, kam es zu spontanem und langanhaltendem Applaus. Die Dankbarkeit und die Freude war während der Feier immer wieder spürbar. Propst Bergemann sprach von erlöster Freude nach dem Warten und Bangen während der langen Vakanzzeit. „Alle haben während dieser Zeit tapfer und mit vereinten Kräften zusammengehalten, dafür sind wir dankbar. Aber nun ist sie da, mitten unter uns. Ich habe das Gefühl, das ist die Richtige, das passt.“ An die neue Pastorin gewandt sagte er: „Ich wünsche Ihnen Kraft für den Dienst, Mut für Entscheidungen und Gottes Segen.

Zu dieser Feier waren viele Gäste und Gratulanten gekommen. Als Amtsvorgänger waren Friedrich Kleine, Kay Mordhorst und Hans Jürgen Kaiser anwesend. Die Kinder der Kita sangen „Alle rufen Hurra, Pastorin Petersen ist da!“ und saßen während der gesamten Feier im Altarraum „mucksmäuschenstill“, wie die Leiterin Diana Lipp anerkennend feststellte.

Für den Kirchengemeinderat Herzhorn erläuterte Jobst von Arnim noch einmal den langen Weg bis zur Wiederbesetzung der Pfarrstelle: „Es brauchte viele Schritte, teilweise mit Resignation verbunden. In der über 500-jährigen Geschichte der Kirchengemeinde Herzhorn sind Sie nun der 28. Pastor – und die erste Frau.“

Neben den guten Wünschen bedankten er und Silke Schippmann vom Kirchengemeinderat Süderau sich besonders bei den vielen Helfern und den Vakanzvertretungen Gabriele Schinkel und Theodor Möller. Amtsvorgänger Friedrich Kleine überreichte zusammen mit seiner Frau Julia Rabel eine Liste mit „kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Gemeindeleben“ und die fünf Bürgermeister, deren Gemeinden zum Bereich der Kirchengemeinden Herzhorn und Süderau gehören, schenkten je eine Sonnenblume und Informationsmaterial über die Region. Herzhorns Bürgermeister Wolfgang Glißmann dämpfte aber scherzhaft allzu große Erwartungen: „Nehmen Sie es nicht persönlich, wenn die Kirche nicht immer so voll sein wird wie heute. Aber seien Sie versichert, die politischen Gemeinden stehen hinter Ihnen.“

Die 52-jährige Gabriele Petersen ist seit 27 Jahren mit ihrem Mann Heinrich verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Kindern. In den vergangenen 16 Jahren war sie Pastorin in der Kirchengemeinde Wahlstedt im Kirchenkreis Plön-Segeberg. In ihrer Freizeit reist sie gern mit Hund und dem Wohnmobil in den Norden, liest historische Romane, backt regelmäßig Brot und buddelt gern im Garten. In Herzhorn fühlt sie sich mit ihrem Mann inzwischen angekommen: „Ich habe hier eine tolle Willkommenskultur und Unterstützung erfahren und freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Menschen der Region.“

 

 

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