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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 13:42 Uhr

Wirtschaft : Erste Erfolge für Logistikzentrum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Unternehmen CLC gewinnt Partner für die Hallen auf dem früheren Prinovis-Gelände.

von
erstellt am 03.Mär.2016 | 09:30 Uhr

Der Tisch ist lang. Denn es braucht Platz, um die Partner alle unterzubringen. Ein halbes Jahr nach dem Start hat das China Logistic Center (CLC) auf dem ehemaligen Prinovis-Gelände gestern eine erste Zwischenbilanz gezogen. Und die fällt sehr gut aus: „Wir sind im Moment weiter, als wir sein wollten“, sagt Investor und Geschäftsführer Gustav Jürgen Tietje.

Er präsentiert zwei neue Partner: Die Liacon GmbH will im Sommer ein Geschoss mit 6700 Quadratmetern beziehen und dort ihre elektrochemischen Speichersysteme produzieren. „Wir platzen in der Fraunhoferstraße aus allen Nähten“, sagt Entwicklungschef Olaf Bockholt. Nicht anders ging es den Nachbarn von der Summary AG. Die Büroräume in einem früheren Prokon-Gebäude sind bezogen, Lagerräume wurden knapp bei der Firma, die Produkte für den Online-Handel entwickelt. Jetzt wird sie 10  000 Quadratmeter Halle an der Störfischerstraße nutzen.

Das Containerdorf für bis zu 2000 Flüchtlinge belegt dort laut Tietje rund ein Viertel des Gesamtareals, lasse sich aber problemlos mit den wirtschaftlichen Plänen vereinen. Gerade werden vier Millionen Euro investiert, um Decken, Brandschutz und 16 weitere Verladetore einzubauen sowie eine Regalanlage für 10  000 Paletten. Rund 20 Prozent der Lagerfläche seien vergeben, „damit haben wir erhebliche zusätzliche Kapazitäten für weitere Kunden“, sagt Geschäftsführer Carsten Tietje. Diese werden auch durch die Zusammenarbeit mit hiesigen Wirtschaftsförderern kommen, da ist er sich sicher. Wie viele Arbeitsplätze das über die aktuell 20 hinaus bringt, hänge davon ab, was die Kunden brauchten. Bürgermeister Andreas Koeppen jedenfalls ist erleichtert, dass der Stadt ein zweites Alsen erspart geblieben ist: „Ich bin so froh, dass Sie zu Ihren Worten stehen.“

Viel Potenzial sieht auch Bernd Sander von der gleichnamigen Spedition, einem Kooperationspartner der CLC, die keinen eigenen Fuhrpark hat. Für Frank Schnabel von Brunsbüttel Ports sind die großen Hallen ein Glücksfall: „Mit diesen großen überdachten Lagerflächen können wir ganz andere Kunden ansprechen als bisher. Ich bin überzeugt, dass wir diese Flächen hier voll bekommen werden“, sagt der Hafen-Geschäfsführer auch mit Blick auf das gemeinsame Marketing in China.

Die Handelsbeziehungen vom und in das Reich der Mitte baut die CTC Handelsgesellschaft auf. Das dauere seine Zeit, sagt Geschäftsführer Marcus Bönning. Morgen fliegt er mit anderen für zwei Wochen nach China, um diverse potenzielle Geschäftspartner zu treffen – und er ist „sehr zuversichtlich“.

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