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Verkehr : Erst kommen die Rohre, dann die Südspange

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

An der geplanten Umgehung wird das Kanalnetz erneuert

von
erstellt am 05.Jan.2016 | 16:26 Uhr

Die Rohre liegen schon parat. Ihr Durchmesser ist beeindruckend: 90 Zentimeter. Aber sie sollen auch eine Menge Regenwasser aufnehmen und es an der Dorfstraße in die Stör ableiten. Der Kommunalservice muss vorarbeiten, ehe die neue Straße kommt: „Bevor die Südspange uns den Weg versperrt, sind wir gezwungen, diese große Investition zu machen“, sagt der Technische Leiter Uwe Snegotska.

Denn im Jahr 2016 soll von der Potthof- bis zur Gasstraße an der Umgehungsroute gebaut werden. Der Straßenzug quert drei große Einleitungsstellen für Regenwasser: neben den Gebäuden der Itzehoer Wasser-Wanderer und des Störpavillons der Wiesenbereich zwischen Dorf- und Störfischerstraße. Alt waren die Anlagen und Kanäle im Hafenbereich alle: Gebaut wurden sie 1954. Das größte Auslaufbauwerk neben dem Störpavillon ist bereits für 390  000 Euro erneuert worden. Mit diesem und den beiden anderen, die noch folgen, werde knapp ein Quadratkilometer des Stadtgebiets entwässert, sagt Werkleiter Manfred Tenfelde. Insgesamt umfasse das Stadtgebiet fast 28 Quadratkilometer, an ungefähr 40 Stellen wird Wasser in die Stör abgeleitet.

Am Pavillon fehlt noch eine Anlage, um das Regenwasser zu behandeln, damit Sand und leichte Flüssigkeiten herausgefiltert werden. Sie soll 2017 für 850  000 Euro entstehen. Eine weitere Viertelmillion kosten zwei so genannte Abschlagsbauwerke für Starkregen: „Wenn der Regen gewisse Mengen überschreitet, braucht man das Wasser nicht mehr zu behandeln“, sagt Snegotska. „Es gilt als sauber“ – und läuft quasi über eine Schwelle einfach ab, damit kein Rückstau entsteht.

Ohne Kanäle auf dem aktuellen Stand der Technik funktioniert das nicht. 60 Zentimeter ist der Innen-Durchmesser der Rohre in der Südspange, zur Stör hin sind es 90 bis 120 Zentimeter. Ganz ohne Pumpen wird das Gefälle genutzt, deshalb muss aber der Durchmesser größer sein.

Die Arbeiten, die eigentlich schon für das vergangene Jahr geplant waren, in Abstimmung mit der Stadt aber verschoben wurden, sollen am Montag, 11. Januar beginnen. „Dann aber mit Volldampf“ – denn bis Mitte des Jahres sollen die Rohre verlegt sein, so Tenfelde. Ab heute ist in der Dorfstraße im Bereich der Stör ein absolutes Halteverbot eingerichtet, ab Montag wird dort voll gesperrt.

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