Nord-Ostsee-Kanal : Erneute Frachterkollision im NOK: Große Südschleuse in Brunsbüttel gesperrt

Südschleuse in Brunsbüttel. /Archivfoto

Südschleuse in Brunsbüttel. /Archivfoto

Trotz Beschädigung konnte der Frachter weiterfahren. Für die nachfolgenden Schiffe kommt es zu Wartezeiten.

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22. April 2018, 12:05 Uhr

Brunsbüttel | Ein chilenischer Frachter hat eine Mauer in der großen Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals beschädigt. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Sonntag mitteilte, wurde die Schleuse daraufhin für die Schifffahrt gesperrt. Den Angaben zufolge geriet der Frachter beim Auslaufen am Samstag aus zunächst ungeklärter Ursache im Bereich des Schleusentors gegen eine Mauer. An dem Frachter entstand ein Loch von der Größe von etwa 30 mal 30 Zentimetern.

Das Schiff konnte seine Fahrt nach Bremen trotzdem fortsetzen. Dort sollte es genau untersucht werden. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Wie lange die Sperrung der großen Südschleuse bestehen bleibt, konnte ein Polizeisprecher am Morgen nicht sagen. Wegen der Sperrung kam es zu Wartezeiten an der großen Nordschleuse.

Nur wenig später geriet laut Polizei ein niederländischer Frachter beim Einlaufen in die kleine Südschleuse vermutlich aufgrund des Elbstroms gegen das Stahlleitwerk im Vorhafen. Es entstanden leichte Schäden an dem Frachter sowie an dem Leitwerk, die Schleuse musste aber nicht gesperrt werden. Der Frachter konnte seine Fahrt ebenfalls fortsetzen. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet. Erst am Freitag hatte ein Frachter die reparierte Südschleuse in Holtenau gerammt, die im Februar durch die Auffahrt der „Akacia“ schwer beschädigt worden war.

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