Wieder in Moordiek : Erneut Schafe angegriffen und getötet

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Drei Wochen nach dem letzten Schafsriss, wurden in Moordiek nun wieder Tiere tot aufgefunden.

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26. November 2018, 14:48 Uhr

Moordiek | Drei Wochen war Ruhe, doch am Montagmorgen bot sich erneut ein Bild des Schreckens. Zwei ausgewachsene Schafe waren vermutlich in der Nacht zuvor auf einer Moorweide zwischen Westermoor und Westerhorn getötet worden. Ein Schaf war fast komplett aufgefressen, bei dem anderen waren der Bauch aufgerissen und die Innereien ausgewaidet worden. Schafhalter Bernd Kröger ist sich deshalb ziemlich sicher: „Es müssen zwei Wölfe gewesen sein, denn ein Wolf schafft diese gefressene Menge gar nicht.“ Die betroffene Fläche liegt in der Nähe der Weide, wo bereits Anfang des Monats sechs Schafe gerissen worden waren. Die Weide war mit einem Elektrozaun eingefriedigt, der allerdings nur eine stromführenden Litze hat.

Ich muss diese Weide jetzt auch wolfssicher einzäunen, sonst werde ich beim nächsten Riss nicht entschädigt.

Schafhalter Bernd Kröger

 

Der vom Land propagierte Wolfsschutzzaun hat vier stromführende Litzendrähte. Kröger weiß: „Ich muss diese Weide jetzt auch wolfssicher einzäunen, sonst werde ich beim nächsten Riss nicht entschädigt.“ Da er wechselnde Weiden zum Nachgrasen im Herbst nutzt, sieht er sich damit aber überfordert. „Ich habe über einen Rechtsanwalt beim Land Hilfe beantragt: Ein Quad-Fahrzeug, Zaunmaterial für 200 Hektar und eine Arbeitskraft für zwei Monate.

Gewebeproben bestätigen: Wolf riss Schafe Anfang November

Damit will ich auch ein Zeichen setzen, dass die Schäfer sich allein nicht schützen können.“ Inzwischen liegt auch das Ergebnis der Proben von den ersten gerissenen Schafen Anfang November vor. Der Rissgutachter hat bestätigt, dass der Gentyp der Gewebeproben zu 100 Prozent zu einem Wolf gehören.

Weiterlesen: Immer mehr Wolfsrudel leben in Deutschland

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