zur Navigation springen

Tafel montiert : Erinnerung an renommierte Handweberei

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erst Weberei, nun Kirchenkreisverwalter: Am Gebäude am Holzkamp erinnert eine Tafel an die Handweberei Hablik-Lindemann.

von
erstellt am 02.Sep.2014 | 17:00 Uhr

Heute wird aus dem Gebäude an Holzkamp und Heinrichstraße der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf verwaltet. Früher entstanden dort edle Produkte in der Handweberei Hablik-Lindemann. Daran erinnert seit gestern eine Tafel, angebracht vom Heimatverband Kreis Steinburg in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis und dem Wenzel-
Hablik-Museum.

Auf der Holzkamp-Seite des Gebäudes fand sich der „ideale Platz“, sagte Thomas Pomarius, Leiter der Kirchenkreisverwaltung. „Es passt da gut hin“, meinte auch Gisela Lindemann aus dem Kirchenkreisarchiv, die Ideengeberin. Beim Stadtrundgang im vergangenen Jahr habe man vor dem Haus gestanden und einen solchen Hinweis vermisst. Nun existiere er an einem der wichtigen Bezugspunkte der Führungen, sagte Ingo Lafrentz vom Heimatverband. Die nächste Tour auf Habliks Spuren bietet die Volkshochschule am Donnerstag, 11. September, an. Aber auch für Menschen, die allein unterwegs sind, seien die Informationen interessant, sagte Katrin Maibaum, Leiterin des Wenzel-Hablik-Museums.

Die Tafel liefere ein „Grundgerüst mit Fakten über die für Itzehoe und darüber hinaus bedeutende Frau“, sagte Lafrentz: Nach ihrer Hochzeit mit Wenzel Hablik verlegte Elisabeth Lindemann ihre Weberei aus Meldorf nach Itzehoe, ab 1922 wurde am Holzkamp gearbeitet. Nach einer Erweiterung 1949 hatte das Unternehmen zeitweise 60 Angestellte und lieferte seine Produkte in die ganze Welt. Elisabeth Lindemann starb 1960, seit 1965 ist das Gebäude der Verwaltungssitz der Kirche.

Nach der Zusammenlegung der Kirchenkreise Rantzau und Münsterdorf sei vieles umgebaut worden, sagte Pomarius. So hat auch der Saal, in dem die Webstühle standen, nun Büros aufgenommen – und die 50 Mitarbeiter im Haus wüssten ebenfalls wenig darüber.

„Ich wünsche dem Schild ein langes Leben“, sagte Lafrentz mit Blick auf diverse Fälle von Vandalismus an den Hinweistafeln. Mehr als 250 davon hat der Heimatverband im Kreis installiert, „im Grunde genommen ist das abgegrast“, so Lafrentz. Andererseits: Hinweise seien dem Verband stets willkommen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen