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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 21:18 Uhr

Neues Baugebiet : Erinnerung an alte Bahn-Zeiten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim Baugebiet auf dem ehemaligen Eisenbahn-Ausbesserungswerk in Glückstadt bleibt die Vergangenheit lebendig – in Form der Straßennamen.

Das Baugebiet auf dem ehemaligen Eisenbahn-Ausbesserungswerk sieht zwar noch aus wie eine Bauruine. Für die zukünftige Entwicklung sind aber die Namen der öffentlichen Straßen schon festgelegt. Auf der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses beschlossen die Mitglieder einstimmig Straßennamen mit Bahnbezug: „Am Ausbesserungswerk“, „Beim Lokschuppen“ und „Tendergang“ sollen sie heißen.

Stadtvertreter Horst Meiners (CDU) äußerte Bedenken, schon jetzt über die Straßennamen zu entscheiden: „Ich sehe noch nichts, und bis zur Fertigstellung wird es wohl noch Jahre dauern.“ Siegfried Hansen (Piraten) hielt dagegen: „Wir sollten trotzdem dies Signal senden. An uns liegt es nicht.“ Und auch Bürgermeisterin Manja Biel befürwortete den Beschluss: „Wir arbeiten die Dinge so ab, wie sie kommen.“

Schwerpunkt der Sitzung waren die Berichte des Stadtmanagers, der Stadtbücherei, der Volkshochschule und der Musikschule. Stadtmanager Jingkai Shi berichtete von der Umsetzung des „Corporate Design“ für ein einheitliches Erscheinungsbild bei der Außendarstellung der Stadt mit einem modernisiertem Wappen und Logo.

Eine längere Diskussion ergab sich über die Umgestaltung der Ausbildungsmesse, die seit Jahren in der Elbschule als „Markt der Berufe“ veranstaltet wird. Shi führte als Grund für das zurückgehende Schülerinteresse den demografischen Wandel und die mangelnde Bereitschaft von Betrieben an. Weitere Gründe seien für ihn das zunehmende Interesse an kaufmännischen Ausbildungsberufen und das relativ unattraktive Berufsbild vom Handwerk im Vergleich zu anderen Berufen. „Handwerksbetriebe haben kaum Interesse an einer Präsentation, der Aufwand ist einfach zu groß und es ergeben sich zu wenig Interessenten für einen Ausbildungsplatz.“ Auch die Schulen des Umlandes wollten nicht mehr teilnehmen, als Grund nannten sie ein zu großes Angebot und den Wettbewerb unter den Schulen.

Horst Meiners bestätigte, dass auf der Messe nur ein mäßiges Interesse bei den Schülern vorhanden ist. „Die Auszubildenden für unseren Elektrobetrieb bekommen wir über die Praktika. Enttäuscht bin ich auch über die mangelnde Präsenz der Eltern, am Nachmittag waren wir fast allein mit den Ausstellern.“ Jörg Behrens (SPD) und Klaus Bornemann (FDP) waren sich einig, dass die Ausbildungsmesse unbedingt erhalten bleiben sollte. Siegfried Hansen ergänzte: „Ich habe im letzten Jahr erlebt, dass wir an unserem Stand zwar keinen Auszubildenden gefunden haben, aber die Schüler angetan waren von der Vielfalt der Betriebe und so einen guten Überblick über den Wirtschaftsraum erhalten haben.“

Ausschussvorsitzender Hans-Georg Helm fragte nach, wie man die Veranstaltung klein, aber fein fortführen könne. Jingkai Shi machte dazu Vorschläge, die im Vorfeld mit Vertretern der Elbschule, des Detlefsengymnasiums und einigen Handwerksbetrieben beraten worden waren. „Wir wollen uns mehr auf Glückstädter Betriebe konzentrieren mit einer einheitlichen Standgröße. Dazu sollen kleinere Aktionen durchgeführt werden wie ein Vortrag über Ausbildungsberufe für Flüchtlinge und ein handwerklicher Projekttag.“ Der Stadtmanger rechnet für dieses Jahr mit 30 Ausstellern (Vorjahr 45). Die Messe soll am Freitag, 6. Oktober, in der Zeit von 9 bis 13 Uhr in der Pausenhalle der Elbschule stattfinden.

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