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Erinnern an die Verfolgten: Stolpersteine glänzen wieder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit 2006 gibt es in Itzehoe elf Stolpersteine. Stumm erinnern sie an verfolgte, ermordete oder vertriebene Menschen, die einst in der Stadt lebten. Die zehn mal zehn Zentimeter großen Messingtafeln führen vor vier Häusern in der Breiten Straße, am Sandberg und in der Kirchenstraße das Schicksal der Menschen vor Augen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind. Doch die Steine waren angelaufen und kaum mehr lesbar. Das änderten am Wochenende Dieter Krämer, Hans-
Dieter Helms, Rolf Naumann und Karin Hill von der SPD.

Mit Reinigungsmittel und Putzbürste machten sie sich auf den Weg. „Angesichts der vielen Flüchtlinge in unserem Land möchten wir allen wieder in Erinnerung rufen, wohin uns Ausgrenzung schon geführt hat“, sagte Ortsvorsitzender Helms. In anderen Städten gebe es bereits „Putzpaten“, die regelmäßig die Stolpersteine reinigen. Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen: Die Steine glänzen wieder, und die Inschrift ist lesbar.

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