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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 22:52 Uhr

Erhaltenswertes Quartier

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Führungen durch historisches Beamtenviertel beim Tag des Städtebaulichen Denkmalschutzes

Einmalig und als erhaltenswert eingestuft ist das Beamtenviertel in Brunsbüttel. Angelegt parallel zum Schleusenbau vor über 100 Jahren als Gartenstadt für Bedienstete der damaligen Kanalverwaltung, ist das Quartier bis heute weitgehend erhalten geblieben. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, gilt seit langem eine Satzung, die bauliche Veränderungen stark reglementiert. Jetzt will die Stadt den Einwohnern bei Bedarf finanziell unter die Arme greifen und Sanierungsarbeiten unterstützten. Ermöglicht wird dies durch den städtebaulichen Denkmalschutz.

Am 9. Mai wird bundesweit der Tag der Städtebauförderung veranstaltet. Für Bauamtsleiterin Astrid Gasse und ihre Mitarbeiterinnen Christina März und Stephanie Klein eine gute Gelegenheit, auf die Fördermöglichkeiten für das Beamtenviertel hinzuweisen und die Bedeutung dieses Areals herauszustellen.

Von 14 bis 18 Uhr wird es in der Aula der Gemeinschaftsschule Infos geben. Außerdem starten dort geführte Touren: Jeweils um 14.30 und 16.30 Uhr gibt es zwei große Stadtspaziergänge durch das Beamtenviertel. Zwei kleinere Exkursionen führen durch die Gemeinschaftsschule, zur katholischen Kirche Maria Meeresstern und in die nähere Umgebung.

Ganz besonders eingeladen seien die Bewohner des Viertels, sagt Bürgermeister Stefan Mohrdieck. Denn die sollen erfahren, wie sie bei Sanierungsarbeiten an öffentliche Gelder kommen können – und weshalb sich der finanzielle Mehraufwand lohnt: „Unser Ziel ist es, diesen Stadtteil zu erhalten.“ Ein noch zu beauftragendes Büro wird die Wünsche der Hausbesitzer erkunden, die Ergebnisse einer Befragung sollen in ein Konzept einfließen. Das liefert dann die Grundlage für Maßnahmen in diesem Quartier. Die Stadt selbst wird Straßen sanieren und nach dem Auszug der Gemeinschaftsschule das zum Teil unter Denkmalschutz stehende Gebäude der Boje-Schule für eine neue Nutzung umbauen. Auch dafür gibt es Zuschüsse.

Für Astrid Gasse ist es unstrittig, dass die einstige kaiserliche Gartenstadt erhaltenswert ist. Denn gerade solche Anlagen schafften Identität. Deshalb dürften sie durch bauliche Veränderungen nicht im Laufe der Zeit zu x-beliebigen Siedlungen werden.

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erstellt am 13.Apr.2015 | 10:28 Uhr

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