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Erfolgsstory: Vom Praktikant zum Industriemeister

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 19.Jan.2016 | 11:03 Uhr

Erst waren sie Praktikanten bei der CRE Rösler Electronic GmbH. Dann Auszubildende. Jetzt sind Philip Bredenbeck (28) und André Lauf (26) Industriemeister und bestimmen mit über die Geschicke des Unternehmens. „Eine Erfolgsstory“, sagt Geschäftsführer Bernhard Rösler (69). Er klagt nicht über fehlende Fachkräfte, er bildet sie lieber selbst aus.

Im Gewerbepark auf dem Hungrigen Wolf werden Panel-PCs entwickelt und produziert für die Kommunikation von Mensch und Maschine in industriellen Anlagen: schnell, mit preisgekröntem Design, schlank. Das haben auch die Autobauer gemerkt. Große Namen wie Porsche, VW oder Daimler setzen auf die Computer von CRE, mittlerweile mache diese Branche 40 Prozent des Umsatzes aus, so der Geschäftsführer. Mit weit reichenden Folgen: Wo kleine Stückzahlen dominierten, ist nun eine Serienproduktion gefragt – „ein völlig anderes Szenario“.

Bei der Umstellung wirkten Bredenbeck und Lauf von Anfang an mit. Elektroniker für Geräte und Systeme hatten sie bei CRE gelernt, wollten sich weiterbilden. In knapp drei Jahren machten beide nebenberuflich den Industriemeister, unterstützt, auch finanziell, vom Arbeitgeber. Den Wert beschreibt Lauf so: „Was im Unternehmen abläuft, versteht man als Azubi nicht im Detail.“

Die neuen Abläufe haben beide maßgeblich mitgestaltet: schneller, effizienter, auf Serienfertigung ausgerichtet. „Wo wir früher sechs Stunden für einen Panel-PC gebraucht haben, ist es jetzt die Hälfte“, sagt Rösler. Mit fast der gleichen Belegschaft – aktuell 37, stetig wachsend – sei der Umsatz im Jahr 2015 annähernd verdoppelt worden auf sechs Millionen Euro. André Lauf ist Fertigungsleiter, Philip Bredenbeck im Büro verantwortlich für Konstruktion und Auftragsbearbeitung. Selbstständiges Arbeiten und die Möglichkeit, selbst etwas zu verändern, das nennen sie als wesentlichen Vorteil nach der Qualifikation. Lauf stellt schlicht fest: „Man braucht keine Fachkräfte von außerhalb.“ Genau deshalb will Rösler weiter Azubis, Umschüler, Diplomanden und Praktikanten beschäftigen – Jammern bringe ohnehin nichts. Umso mehr freut ihn, dass zwei weitere Mitarbeiter dem Beispiel Laufs und Bredenbecks folgen und sich zum Techniker weiterbilden: „Das macht jetzt Schule.“

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