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Erfolgreiches Jahr für Vera-Rinder an der Rantzau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2015 | 10:31 Uhr

Er wurde erst vor einem Jahr gegründet, aber es gibt schon erste Erfolge. Der „Verein für extensive Robustrinderhaltung an der Rantzau“ (Vera) nutzte seinem Stammtisch in der Gaststätte „Zum Kühlen Grunde“ in Hohenlockstedt für ein erstes Zwischenfazit. Auf Initiative von Gustav Stolzenburg hat der gemeinnützige Verein in Zusammenarbeit mit der Stiftung Naturschutz und der Umweltbehörde des Kreises begonnen, Flächen biologisch zu entwickeln und zu gestalten. Dazu wurden Robustrinder in extensiver Haltung auf schwierigen Flächen an der Rantzau angesiedelt.

„Wir haben mit zwei Kernflächen angefangen, werden das aber noch ausbauen“, berichtete Vera-Vorsitzender Gustav Stolzenburg. Die elf Hektar sind über einen Pfad entlang der Rantzau miteinander verbunden und bieten Platz für eine kleine Herde von anfangs 13 Tieren – sieben Mutterkühe, sechs Jungtiere. Nachteil sei aber die Kleinteiligkeit. „Wir müssen immer von einer zur anderen Fläche pendeln.“

Das Problem in der kalten Jahreszeit: „Wir müssen zufüttern, und die Flächen müssen hoch liegen. Wir können die Tiere nicht im feuchten Rantzautal lassen.“ Deshalb sei eine Fläche außerhalb des FFH-Gebietes zugepachtet worden, so dass die ganzjährige Haltung möglich ist.

Ein Höhepunkt im ersten Jahr sei der Rinderkauf auf einem Biolandbetrieb für Galloways in Niedersachsen gewesen. „Wir wollten helle Tiere und haben deshalb weiße und leicht gepunktete Galloways genommen. Sie sind insgesamt großrahmiger.“ Zehn Großtiere wurden vom Verein gekauft. Und im April begann die Beweidung mit der kleinen Herde. „Das nächste Highlight haben wir erlebt, als die ersten Kälber geboren wurden. Das war toll, sechs Kühe haben gekalbt, alle haben allein geboren ohne Tierarzt.“ Damit es auch im nächsten Jahr nachwuchs gibt, „haben wir uns einen schwarzen, zehn Jahre alten Gallowaybullen ausgeliehen“.

Auch das giftige Jacobskreuzkraut haben die rund 40 Mitglieder von Vera heraus gerissen. Die Heuernte habe in zwei Schnitten genug erbracht, so dass „wir damit gut über den Winter kommen müssten“. Zudem ist ein Schulprojekt mit einer 9. Klasse an der Wilhelm-Käber-Schule in Hohenlockstedt angelaufen, das Interesse der Jugendlichen groß. „Sie haben eine Teichtaufe gemacht. Es gibt auch eine Anfrage der Schule, ob wir das nicht weiter machen wollen, selbst bei Schnee und Eis.“

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