Erfolgreicher Neustart für Blau-Weiß

Sie pflanzten den ersten Baum: Bürgervorsteherin Karin Süfke und Bürgermeister Stefan Mohrdieck.
Sie pflanzten den ersten Baum: Bürgervorsteherin Karin Süfke und Bürgermeister Stefan Mohrdieck.

Nach Zwangsumzug sieht der Tennisclub positiv in die Zukunft

shz.de von
10. Juni 2014, 14:57 Uhr

Bei Kaiserwetter hat der Tennisclub Blau-Weiß Brunsbüttel am Pfingstsonnabend seine neue Tennisanlage am Freizeitbad offiziell eingeweiht. Für rund 400 000 Euro hat der 250 Mitglieder zählende Verein eine Anlage mit vier Plätzen und einem attraktiven Klubhaus errichtet. Die Mitglieder hatten sich für den Neubau entschieden, nachdem sie ihre alten Plätze an der Schillerstraße wegen der anstehenden Bauarbeiten für die Deicherweiterung an den Schleusen hatten räumen müssen. „Es war die richtige Entscheidung“, sah sich Blau-Weiß-Vorsitzender Thorsten Wolf bestätigt.

Allderdings war es kein Selbstgänger. Für das Projekt hatte der Tennisclub nicht nur umfangreiche Eigenleistungen erbracht, sondern auch einen Bankkredit über 210 000 Euro in Anspruch nehmen müssen. Dank sagte der Vorsitzende dem Landessportverband für die Bereitstellung von Fördermitteln in Höhe von 32 000 Euro sowie einer Vielzahl von Sponsoren für die Unterstützung, insbesondere dem Vereinsmitglied Hans-Helmut Schramm. Der Dank gebührte ebenso der Stadt Brunsbüttel mit Bürgermeister Stefan Mohrdieck und dessen Amtsvorgänger Wilfried Hansen, die das Projekt positiv begleitet hatten.

Obwohl die Anlage schon jetzt voll bespielbar ist, stehen noch Restarbeiten bevor. So sollen rund um die Anlage Bäume gepflanzt und der Parkplatz hergerichtet werden. Den ersten Baum pflanzten Bürgervorsteherin Karin Süfke und Bürgermeister Stefan Mohrdieck am Rande des Parkplatzes. Er solle ein Zeichen des Neubeginns von Blau-Weiß sein und die Verbundenheit der Stadt mit dem Tennisclub symbolisieren. Der Baum möge ebenso wachsen wie der Verein auch. Der hat in jüngster Zeit 70 neue Mitglieder aufnehmen können.

Die ersten Zukunftsängste, die sich nach der Kündigung an der Schillerstraße breitgemacht hätten, seien eingemündet „in diese tolle Anlage“, lobte der Bürgermeister. Der neue Standort sei der beste Platz, der schon in den 70er Jahren als Grün- und Freizeitfläche ausgewiesen worden sei. Die neue Anlage sei nur möglich geworden durch sehr viel Engagement von Ehrenamt und Mitgliedern, durch Kraft und Durchhaltevermögen. Der Verein habe die Chance ergriffen, um sich neu aufzustellen und für neue Mitglieder zu öffnen.

Der Präsident des Tennisverbandes Schleswig-Holstein, Dr. Frank Intert, bezeichnete den Brunsbütteler Tennisclub als einen der Eckpunkte der Tenniskoordinaten des Landes. Intert lobte insbesondere die erfolgreiche Jugendarbeit und überreichte dafür einen Scheck über 300 Euro. Zugleich äußerte er den Respekt des Landestennisverbandes für die Schaffung der neuen Anlage.

Vereinsmitglied Reinhard Werner, der den offiziellen Teil der Einweihungsfeier moderierte, zeigte sich beeindruckt von der positiven Atmosphäre, die von der neuen Tennisanlage ausgehe und inzwischen den ganzen Verein erfülle. Die Anlage sei ein Kleinod und ein Zeichen für die Attraktivität des Tennissports in der Schleusenstadt.

Das bestätigte auch Hans-Peter Schäfer als Ehrenvorsitzender des Tennisverbandes Dithmarschen. „Eine tolle Leistung! Hervorragend! Ganz große Klasse!“, lobte er. So wie in Brunsbüttel gehe es im gesamten Kreisgebiet mit dem Tennis wieder aufwärts. Die Vereine meldeten wieder steigende Mitgliederzahlen. Schäfer überreichte ein schon über 30 Jahre altes Wandschild mit dem Slogan „Tennis ist toll!“ Dass dies auch in Brunsbüttel weiter gelebt werden könne, dafür biete die neue Anlage eine gute Grundlage.

Dem offiziellen Teil schlossen sich Schaukämpfe unter der Leitung des Vereinstrainers Christof Rickers sowie eine gesellige Kaffeerunde im offenen Festzelt und auf der Terrasse des Klubhauses an. Hier wurde die Platzeinweihung am Abend zünftig mit Grillspezialitäten, Getränken und guter Stimmung in einer lauen Sommernacht gefeiert.

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