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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 01:15 Uhr

Erfolgreiche Jugendarbeit auch ohne Leiter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 07.Feb.2014 | 00:33 Uhr

Groß und Klein feiern zusammen – das ist heute ab 17 Uhr zum achten Mal das Motto beim Projuki-Ball in der Jugendkirche St. Ansgar in der Wilhelmstraße. Doch etwas Entscheidendes hat sich verändert: Der Gemeindepädagoge heißt nicht mehr Rolf Paulsen, und eine Nachfolge gibt es noch nicht.

Nach vier an kurzfristigen Absagen gescheiterten Versuchen läuft gerade die fünfte Bewerbungsrunde. Am 15. Februar ist Bewerbungsschluss, danach folgten die Vorstellungstermine, sagt Pastor Björn Schneidereit, Vorsitzender des Kirchengemeinderats der Innenstadtgemeinde. Bislang gebe es sechs Bewerbungen.

Mit größtem Interesse verfolgt Dr. Johannes Fontius (Foto) das Geschehen. Der Vorsitzende des Vereins Projekt Jugendkirche sieht die lange Vakanz einerseits mit Sorge, betont aber auch: „Die Jugendarbeit läuft mit hohem ehrenamtlichen Einsatz und Unterstützung vieler Hände auf hohem Niveau erfolgreich weiter.“ So sei bei den rund 30 jugendlichen Mitarbeitern die Stimmung zwar durchaus „kippelig“ gewesen. Doch nun sei sie wieder gefestigt nach einem Wochenendtreffen mit positiver Resonanz und positiver Ausrichtung, die ein Verdienst von Pastor Schneidereit seien.

Ohne Hilfe von außen trifft sich weiter donnerstags am Abend die „Salt & Light“-Gruppe für 13- bis 19-Jährige. Auch dort gelte der überkonfessionelle Ansatz, betont Fontius: „Wir sind für alle Kinder da.“ Das Kinderland am Freitagnachmittag mit altersgerechten Angeboten für Fünf- bis Zwölfjährige haben Christine Mühler und Paulsens Mitarbeiter-Team übernommen. Nach wie vor gibt es auch den MAX-Gottesdienst alle vier Wochen, ebenfalls mit viel Eigenverantwortung der Jugend. Zuletzt habe eine 14-Jährige gepredigt, so Fontius. „Es war wirklich gut besucht, das Experiment ist angenommen worden.“ Auch im Konfirmanden-Unterricht der Pastoren Matthias Mannherz und Anne Wöckener-Gerber hätten sich viele Jugendliche gefunden, die die Treffen mit gestalteten. Die Vater-Kind-Freizeit sei längst ein Selbstgänger, und auch das Krippenspiel zu Weihnachten mit dem Kinderland-Team und Kantorin Dörthe Landmesser ist aus Sicht des Vereinsvorsitzenden „sehr gut gelaufen, ein voller Erfolg“.

Der Projuki-Verein unterstütze beispielsweise mit Verpflegung für die engagierten Jugendlichen. Insgesamt habe sich die Arbeit so stabilisiert, dass er guten Mutes sei, erklärt Fontius: „Unabhängig davon, wie viele Bewerbungsrunden wir noch machen müssen, das Projekt läuft weiter.“

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