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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 07:33 Uhr

steinburg-schule : Erfolg mit Sozialarbeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sozialpädagogin ist wertvolle Ergänzung für Steinburg-Schule. Leiterin hofft auf Fortsetzung der Arbeit.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 11:45 Uhr

Schulsozialarbeit hat an vielen Schulen Einzug gehalten. Die Steinburg-Schule ist keine Ausnahme, aber Vorreiter: Als erstes Förderzentrum für geistige Entwicklung im Land hatte sich die Einrichtung im Juni auf diese Art fachlich verstärkt. Schulleiterin Maren Lutz hat weitere finanzielle Mittel beim Kreis beantragt, um die erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können. Das Ziel sei, die Kinder und Jugendlichen in ihren persönlichen Möglichkeiten zu stärken – über den Unterricht hinaus, ganzheitlich und auf deren Lebenswelt bezogen.

Schüler und Eltern hatten die Unterstützung von Tina Lischack vom Start weg in Anspruch genommen. Die Sozialpädagogin ist dabei nicht in den eigentlichen Unterrichtsbetrieb eingebunden. Ihre Aufgabe ist vielmehr, den Schülern Brücken in ein erfolgreiches Leben außerhalb der Schule zu bauen. Dabei geht es zum Beispiel um rechtliche Angelegenheiten, Anträge, Unterstützung bei der Betreuung und Fragen zur Volljährigkeit – alles auf freiwilliger und vertraulicher Basis.

„Schule ist nicht gleich Schule. Wir haben hier am Förderzentrum ganz spezielle Herausforderungen zu meistern“, erläutert Maren Lutz. Tina Lischack habe zum Beispiel eine verhaltensauffällige Schülerin in ein Praktikum gebracht. Andere brauchten Hilfe, um ihre Freizeit gut gestalten zu können. Mit der Qualität der Arbeit ist die Schulleiterin sehr zufrieden: „Hier wird nicht durch die Problembrille geschaut, sondern nach Lösungen gesucht.“ Auch die Begleitung bei schwierigen Gesprächen sei wichtig: Vielen Eltern nehme das die Angst vor den Ämtern.

Tina Lischack arbeitet daher regelmäßig auch in der Außenstelle der Steinburg-Schule an der Brunnenstraße, wo die Klassen der so genannten Werkstufe lernen. Schülern und Eltern soll das Unterstützungsangebot aus dem Schulalltag bekannt und vertraut sein, weder räumliche noch bürokratische Hürden sollen im Weg stehen.

Mit mehr Stunden wäre mehr möglich, sagt Maren Lutz. „Über Krisenintervention hinaus würden wir auch gern gezielte Ganztagsangebote für die älteren Schüler auf die Beine stellen.“ Zwischendurch setzte sie alle Hebel in Bewegung, um Ersatz für die für mehrere Wochen erkrankte Sozialarbeiterin zu finden: „Uns war ganz wichtig, dass es weiterging, und Björn Feuker hat sich richtig super reingehängt als Vertretung.“ Nach den positiven Erfahrungen steht der Wunsch der Leiterin fest: Die Schulsozialarbeit muss weitergehen.

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