gut getüftelt : Erfolg mit einem verrückten Auto

Erfolgreiche Stör-Racer (v. l.): Aaron Gorlo, Finn Schmidt, Philo Jabusch und Fynn Tiedemann wurden Zweite.
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Erfolgreiche Stör-Racer (v. l.): Aaron Gorlo, Finn Schmidt, Philo Jabusch und Fynn Tiedemann wurden Zweite.

Schüler des rbz konstruieren selbststeuerndes Fahrzeug und erreichen bei Wettbewerb den zweiten Platz.

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25. Juni 2014, 05:00 Uhr

Erst war es nur ein ferngesteuertes Auto. Dann kamen die Zwölfklässler des Beruflichen Gymnasiums am Regionalen Berufsbildungszentrum (rbz) – und schon war es ein „Crazy Car“. Mit seinem verrückten Auto erreichte ein Team des rbz beim Vishay-Cup in der Fachhochschule Westküste (FHW) in Heide den zweiten Platz.

Seit 2003 wird das Projekt an der FHW für Schüler und Studenten angeboten. Die Aufgabe: Sie müssen ein Gefährt konstruieren, das sich selbst durch einen Parcours steuert. Vier Teams vom rbz gingen an den Start, die Stör-Racer mit Aaron Gorlo, Finn Schmidt, Philo Jabusch und Fynn Tiedemann eroberten Rang zwei unter 33 Teilnehmern. Vor ihnen landete nur das Gymnasium Heide-Ost – „die Studenten haben wir ausgetrickst“, sagte Rolf Wohlers, Lehrer für Elektrotechnik am rbz. Sein Kollege Jürgen Kühl kümmerte sich um die Informationstechnik, Lars Eskildsen um die Physik. Auch die Dokumentation des Projekts und die Präsentation vor Mitschülern und Lehrern gehörte für die 18- bis 19-Jährigen auf dem Weg zur guten Note dazu.

„Wir sind seit September letzten Jahres dabei“, schilderte Wohlers. Die Fernsteuerung bauten die Schüler aus dem gelieferten Modell aus und setzten eine eigene Platine ein. Diese mussten sie nach einem Bauplan selbst löten, und während Einiges schon vorgefertigt war, hatten sich die Jugendlichen um die eigentliche Programmierung der Steuerung zu kümmern. Dabei bauten sie sowohl einen Infrarot- als auch einen Ultraschallsensor ein, doch die Messung mit Infrarot habe gereicht, schilderte Fynn Tiedemann. Auch das Äußere zählte: „Wir haben ihn noch ein bisschen getunt mit Unterboden-Beleuchtung“, sagte Philo Jabusch.

Viel hätten sie gelernt und erkannt, dass der Weg nicht mehr weit ist, bis selbstfahrende Autos die Straßen erobern. Bei ihrem Crazy Car setzten die Stör-Racer bewusst auf Lücke: Sie sorgten bei der Steuerung dafür, dass es auf der Gerade besonders schnell fuhr, dafür bremste es zu früh und fuhr kurz in die falsche Richtung. „Wir sind mehr auf Risiko gegangen“, sagte Finn Schmidt. So gewann das langsamere Fahrzeug der Heider Gymnasiasten, aber die Itzehoer waren der Sieger der Herzen: „Der Drift war unser Markenzeichen.“

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