Freiwilligendienst : Erfahrungen fürs Leben

Möhren, Tee und Käse (v.r.): Denise Loop und Silja Baumgarten kaufen bei Henriette (5), Maxim (5), Mercan (4) und Ardiana (6) ein.
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Möhren, Tee und Käse (v.r.): Denise Loop und Silja Baumgarten kaufen bei Henriette (5), Maxim (5), Mercan (4) und Ardiana (6) ein.

Im Kinderhaus Blauer Elefant in Itzehoe können Freiwillige wichtige Erfahrungen sammeln und sich beruflich orientieren. Es werden noch Bewerber gesucht.

shz.de von
20. Januar 2014, 05:00 Uhr

„Was möchten Sie kaufen?“, fragt Ardiana. „Eine Möhre, ein bisschen Tee und zwei Pakete Käse“, antwortet Denise Loop. Eifrig sucht die sechsjährige Verkäuferin alles zusammen. „Du hast deine Tasche vergessen!“, empört sie sich und drückt ihrer Kundin einen bunten Baumwollbeutel in die Hand, während deren Kollegin Silja das Bezahlen übernimmt.

Denise Loop (19) aus Beidenfleth und Silja Baumgarten (20) aus Herzhorn absolvieren seit August ihren Bundesfreiwilligendienst im Kinderhaus Blauer Elefant in Itzehoe. Dabei besteht ihre Aufgabe nicht nur aus Spiel und Spaß mit den Kindern. Ihren Arbeitstag beginnen sie um 7.30 Uhr damit, die Kinder mit den Bussen des Kinderhauses von Zuhause abzuholen. Anschließend gehen sie in die Gruppen, können aber auch Musik- und Turnangebote begleiten, bei Einzelförderungsmaßnahmen dabei sein oder Logopäden und Therapeuten über die Schulter schauen. Auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten und Einkaufen gehören zum Alltag.

„Wir bekommen hier Einblick in ganz viele Bereiche“, sagt Denise. „Und hier sind nicht nur Kindergarten-, sondern auch Krippen- und Schulkinder“, ergänzt Silja. Für sie war dieser Aspekt, mit Kindern aller Altersgruppen in Kontakt zu kommen, der ausschlaggebende Punkt für ihre Bewerbung.

Die Arbeit im Kinderhaus wird begleitet von mehreren Seminarblöcken, die landesweit stattfinden. „Dabei ist der Erfahrungsaustausch mit den anderen BFDlern besonders wichtig“, findet Silja.

Die beiden jungen Frauen nutzen das Jahr, um sich beruflich zu orientieren und Erfahrungen zu sammeln. „Ein Freiwilliges Soziales Jahr schadet nicht“, meint Silja. „Es bringt total Spaß“, erklärt Denise. Doch es sei auch anstregend: „Kein Vergleich mit dem Schülerleben“, sind sich beide einig. Gerade die körperliche Belastung und der ständige Lärmpegel seien anstrengend. Trotzdem fühlen sich beide in ihrem Berufwunsch bestätigt: Sie möchten soziale Arbeit studieren.

Wenn Denise und Silja im Sommer ihr Studium antreten, machen sie Platz für zwei neue Freiwillige im Kinderhaus. „Voraussetzung ist ein Führerschein Klasse B“, erklärt Leiter Frank Kölling. „Bisher liegt uns nur eine Bewerbung vor, über weitere freuen wir uns.“

Kontakt: 04821/3731.

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