Klinik : Entwurf vor Genehmigung

In sechs Wochen könnten die Arbeiten auf dem Klinikgelände beginnen.
In sechs Wochen könnten die Arbeiten auf dem Klinikgelände beginnen.

Bauausschuss der Stadt Kellinghusen empfiehlt die Annahme. Baubeginn könnte in sechs Wochen sein.

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12. März 2014, 16:59 Uhr

Für das Klinikprojekt auf dem ehemaligen Kasernengelände werden heute Abend die vorletzten, aber entscheidenden Weichen gestellt. Winkt die Ratsversammlung den zweiten Entwurf für den entsprechenden Bebauungsplan 52 durch, kann Investor Abdul Matin Tatari die ersten Bauanträge stellen, die dann vom Kreisbauamt auch genehmigt werden könnten. Und die Vorzeichen stehen gut: der Bauausschuss hat Montagabend den Entwurf einstimmig zur Annahme empfohlen.

In dem jetzt verabschiedeten Entwurf des beschleunigten Verfahrens haben die beiden Planer Birgit und Richard Möller die Anregungen und Bedenken, die nach der öffentlichen Auslegung von Behörden, Kommunen und Unternehmen eingangen waren, eingearbeitet. Größere Bedenken, die berücksichtigt werden mussten, gab es aus Sicht der Planer nicht. Zu den wenigen Änderungen zählt eine nördliche Fläche, die als Sondergebiet ausgewiesen werden sollte, die nach Meinung der Landesplanung aber nicht zum Siedlungszusammenhang gehört. Deshalb ist diese Fläche im neuen Plan als Grünfläche bezeichnet worden. Dieses Gebiet könne später aber trotzdem, so Birgit Möller, als Erweiterungsfläche für das Gesundheitszentrum genutzt werden.

Bedenken gegen die Privatklinik, in der vor allem Ausländer behandelt werden sollen, hatte unter anderem Vertreter der Kreisstadt geäußert - doch diese werden von den Planern nicht geteilt. Die Itzehoer Politiker hatten in einer Stellungnahme kritisiert, dass Kellinghusen als Unterzentrum nur den so genannten medizinischen Grundbedarf sicherzustellen habe und keine Klinik vorhalten solle. Sorgen machte der Stadt auch die Konkurrenzsituation zum Klinikum Itzehoe und zu dessen Erweiterungsabsichten. Doch hier heißt es in der Stellungnahme der Planer, dass in Kellinghusen kein Krankenhaus der Regelversorgung entstehe, nur so eine Einrichtung würde Itzehoe als Mittelzentrum beeinträchtigen. Auf dem Kasernengelände sei stattdessen eine Privatklinik mit ausgewählten Fachbereichen geplant, darin sei keine Konkurrenzsituation zu Itzehoe zu sehen.

Sobald die Ratsversammlung dem Entwurf zugestimmt hat, kann der Investor seine Bauanträge beim Kreisbauamt einreichen. Trotzdem wird es eine erneute Auslegung des überarbeiteten Entwurfes geben. Allerdings können nur noch für die geänderten Passagen Bedenken und Anregungen eingereicht werden. Die Auslegungsfrist beträgt wieder vier Wochen. Läuft alles planmäßig, kann die Ratsversammlung den Satzungsbeschluss für das Bebauungsgebiet voraussichtlich in sechs Wochen fassen. „Das ist ist insgesamt wesentlich schneller als bei anderen Kasernenvorhaben gegangen“, kommentierte Bürgermeister Axel Pietsch den gesamten Zeitablauf des Verfahrens.

Steht die Satzung, kann auch der erste Spatenstich erfolgen. Zuerst will der Investor den Reha-Bereich eröffnen. In weiteren Etappen – möglichst in den nächsten fünf Jahren – soll das 15-Millionen-Euro-Projekt dann fertiggestellt werden. Dann sollen es auch die Fachbereiche Orthopädie, Urologie und Chirurgie geben.

>Die Ratsversammlung beginnt heute Abend, 12. März, um 19 Uhr im Bürgerhaus. Neben dem Bebauungsplan stehen die Vorbereitungen für die Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters auf der Tagesordnung.

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