Entspanntes Lernen dank Molly

Stets willkommen: Molly mit (v. l.) Florian Koch, Konstantin Sierk, Natalie Longuisa. Kira Schade und Hanne Riedel. Foto: jat
Stets willkommen: Molly mit (v. l.) Florian Koch, Konstantin Sierk, Natalie Longuisa. Kira Schade und Hanne Riedel. Foto: jat

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21. Mai 2013, 03:59 Uhr

itzehoe | Molly läuft durch den Klassenraum und schnüffelt. Dann zieht sie mit der Schnauze eine Feder tasche unter dem Schrank hervor. Natalie Longuisa, Schülerin der Klasse 3b, holt einen Zettel mit einer Matheaufgabe aus der Federtasche und stellt sie der Klasse. An der Grundschule Sude-West ist immer donnerstags "Schulhundetag".

Klassenlehrerin Hanne Riedel hat ihren Neufundländer Molly für diese Aufgabe beim Deutschen Institut für Hund-Mensch-Beziehung zum zertifizierten Therapiebegleithund und Schulbesuchshund ausbilden lassen. Regelmäßig begleitet Molly nun den Unterricht - und das zeigt Wirkung. "Es ist viel ruhiger geworden", erklärt die Lehrerin, "Die Kinder nehmen Rücksicht und ermahnen sich auch gegenseitig." Denn je entspannter die Klasse ist, desto anhänglicher und ruhiger ist auch Molly. Sie legt sich dann gern auf ihre Decke im Zentrum des Klassenraumes oder geht zu einzelnen Schülern und kuschelt.

Genau das ist das Ziel der Schulhunde. Sie sollen die Lernatmosphäre, die Konzentration und das soziale Miteinander verbessern. Das merken auch die Schüler. "Ich finde es ganz toll", sagt Natalie Longuisa. "Mit Molly macht mir das Lernen viel mehr Spaß, besonders Mathe."

Für Schulleiterin Gudrun Kullik war das Thema Schulhund neu, doch sie war schnell begeistert. "Das ist der Trend schlechthin in der Pädagogik", meint sie. "Es ist ganz wertvoll, weil Molly besonders die schüchternen Kinder anspricht, aber auch die aggressiven."

Neben dem Schulhundetag am Donnerstag gibt es mittwochs eine Schulhunde-AG. Nach ihrem Vormittag in der Schule muss sich Molly aber erst einmal ausruhen, denn für sie sind diese Tage anstrengend.

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