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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 07:21 Uhr

Entscheidung pro Vitanas

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2014 | 18:10 Uhr

Für die Ansiedlung eines psychiatrischen Zentrums des Betreibers Vitanas sprachen sich die Mitglieder des Sozialausschusses aus. Zur Zeit betreibt Vitanas eine Einrichtung in der Engelbrechtschen Wildnis, in der rund 120 Patienten mit psychischen Problemen untergebracht sind.

Da die dortige Immobilie des ehemaligen Marinelazaretts nicht mehr dem heutigen Standard entspricht, möchte der Betreiber gerne in Glückstadt neu bauen (wir berichteten). Geplant ist, dass auf dem Grundstück der ehemaligen Kaserne am Neuendeich eine Einrichtung mit 80 vollstationären Plätzen entsteht.

Der Sozialausschuss gab die Empfehlung, die entsprechenden bauleitplanerischen Voraussetzungen zu schaffen. Das Vorhaben muss nun im Bauausschuss am nächsten Dienstag und dann in der Stadtvertretung beraten werden. Auf Wunsch der Piraten-Fraktion wurde dem Beschluss ausdrücklich hinzugefügt, dass die bereits ausgewiesenen Bebauungspläne, die die Ansiedlung von Einkaufsmärkten auf einem anderen Teil des Kasernengeländes vorsehen, nicht geändert werden.

Dem Beschluss war eine lange Diskussion vorausgegangen, welche Belastungen ein psychiatrisches Zentrum für Glückstadt und insbesondere für die Stadtkasse mit sich bringt. Heinz-Dieter Nies, Regionalleiter bei Vitanas, erklärte, dass sich seine Einrichtung zwar größtenteils aus den Sozialhilfeleistungen der Patienten finanziere, für vollstationäre Behandlungen aber das Land aufkomme und nicht etwa der Kreis oder die Kommune.

Nies betonte, er wünsche sich eine schnelle Lösung. „Wenn Sie andere Vorschläge haben, was Grundstücke angeht, sind wir da durchaus offen.“ Jedoch lasse sich aus seiner Sicht ein Bau auf dem Kasernengelände am schnellsten realisieren.

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