Tenor trifft Travestie : Entführung in eine Welt der Illusion

Lieferten trotz Nervosität auch in der Fortsetzung ihres Programms „Tenor meets Travestie 2.0“ eine kurzweilige Show: Kai Mohr und „Ivonne aus Schleswig-Holstein“.
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Lieferten trotz Nervosität auch in der Fortsetzung ihres Programms „Tenor meets Travestie 2.0“ eine kurzweilige Show: Kai Mohr und „Ivonne aus Schleswig-Holstein“.

Kai Mohr aus Reher und „Ivonne aus Schleswig-Holstein“ begeisterten mit ihrem Programm „Tenor meets Travestie 2.0“.

shz.de von
14. Oktober 2014, 12:00 Uhr

Ob als Vogel mit Federkappe, mit einem rosaroten Raumschiff oder mit Songs wie „Versuch’s mal mit Gemütlichkeit“, „Kleine Taschenlampe, brenn“ oder Abbas „Mamma Mia“ – die Songs und die dazu gehörigen Verkleidungen zündeten beim Publikum allesamt. Nachdem sie bereits im vergangenen Jahr mit ihrem Programm begeisterten, setzten Tenor Kai Mohr aus Reher und Travestiekünstlerin „Ivonne aus Schleswig-Holstein“ nun noch einen drauf. Auch in der Neuauflage ihrer Revue mit dem Titel „Tenor meets Travestie 2.0“ konnten die beiden begeistern, obwohl sie – wie sie am Rande zugaben – sehr nervös waren, wie die Show aufgenommen werden würde.

Aufgrund des großen Erfolges mussten sie ihr Programm nun sogar an zwei Tagen des Wochenendes aufführen. Die erste war fast, die zweite gänzlich ausverkauft. Und es gab wieder einmal zwei Stunden lang Unterhaltung erster Güte von einem ungewöhnlichen Paar, für die es jede Menge Applaus erhielt. Ivonne entführte das Publikum im Dorfgasthof erneut mit Federn, Pailletten und Strass in die Illusion und die Welt des schönen Scheins: „Ob Mann oder Frau … wer weiß das genau?“ Und Kai Mohr, sonst Tenorsänger, bewies wieder sein gesanglich breit gefächertes Repertoire aus allen Musikrichtungen – von Klassik über Pop bis hin zum Rock.

Vor allem, als Ivonne in Anspielung an den Film „Dirty Dancing“ eine Wassermelone über die Bühne trug, raste das Publikum vor Begeisterung. Im sozialen Netzwerk im Internet wurden sie hinterher sogar aufgefordert, diese Einlage auf jeden Fall im Programm zu belassen. „Und für die schwule Gemeinde singe ich einen selbst umgeschriebenen Song, der die Zuhörer dazu auffordert, sich so zu geben wie sie sind und dazu zu stehen“, erläuterte Ivonne.

Zwar stehen nun noch keine weiteren Termine fest, doch nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres sind sich beide sicher, dass diese sicherlich kommen werden.

>Infos unter: www.tenor-meets-travestie.de.

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