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Norddeutsche Rundschau

16. August 2017 | 15:27 Uhr

Entdeckungstour am Moorkanal

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau


Eine Entdeckungstour für Kinder hatte das Ehepaar Imke und Rudolf Wittke aus Moordiek am Breitenburger Moorkanal organisiert. Die Veranstaltung im Rahmen des Kellinghusener Kinder- und Ferienprogramms begann an der Gaststätte „Zum Spiecker“ und führte bis zum Moorkanal. Auf dem Weg dahin begegneten den Kindern Störche und Graureiher. Die Mädchen und Jungen durften die Zebu-Rinder am Meierhof füttern.

Am Kanal bestaunten die Teilnehmer beim Schöpfwerk den Zusammenlauf von drei Kanälen, die zum Teil unterschiedliche Wasserstände hatten. Das Wasser aus den Zulaufkanälen wird mit Hilfe des Schöpfwerkes in den Moorkanal gepumpt. Der Kanal wurde in den Jahren 1875 bis 1877 gebaut, um den Torf aus dem Moor mit kleinen Schiffen zur Stör sowie Kreide und Lehm von der nahe gelegenen Zementfabrik in Lägerdorf zu transportieren.

Die Mittagspause wurde in der Nähe der ehemalige Moorkate der Grafschaft Breitenburg eingelegt. Diese Kate brannte 1998 aus und wurde anschließend abgerissen. Darin lebte 48 Jahre lang als Einsiedler der Schlangenfänger Malte Rothbarth. Er befreite die Torfstecher, die südlich vom Kanal im Torfmoor arbeiteten von den giftigen Kreuzottern in der Gegend und verkaufte diese an die Arzneimittelindustrie. Dabei wurde er selbst 23 Mal gebissen.

Auf dem letzten Abschnitt zum Freibad nach Lägerdorf führte der Weg an der Kreidegrube „Saturn“ vorbei, in die die Teilnehmer direkt vom Rand 70 Meter in die Tiefe blicken konnten.

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erstellt am 20.Aug.2015 | 10:29 Uhr

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