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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 15:20 Uhr

Wanderung : Entdeckungsreise durch die Natur

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Landschaftsführerin Carola Sagawe-Becker gibt bei Führungen Einblicke in das Schutzgebiet Störkathener Heide.

Wer die Störkathener Heide erkunden will, muss das nicht auf eigene Faust machen. Carola Sagawe-Becker aus Rosdorf ist nicht nur Landesgeschäftsführerin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, sondern auch zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin. Sie veranstaltet Führungen durch Wald und Wiesen, insbesondere durch die Störkathener Heide.

Naturverbunden war Carola Sagawe-Becker schon immer, sie ist im tiefsten Schwarzwald aufgewachsen. Später ging sie nach Hamburg und arbeitete dort mehr als zwei Jahrzehnte in der Senatskanzlei. „Aber irgendwann dachte ich mir: Es muss doch noch etwas anderes geben als immer nur im Büro zu sitzen“, erklärt sie. Gemeinsam mit ihrem Mann zog es sie schließlich raus aus der Großstadt, wieder hinaus auf das Land – diesmal nach Rosdorf. Vor sechs Jahren las sie per Zufall eine Stellenanzeige, in welcher der Posten einer Natur- und Landschaftsführerin ausgeschrieben wurde. Sie bewarb sich – und hatte Erfolg. Erst standen einige Fortbildungen auf dem Programm, dann schließlich konnten die geführten Wanderungen beginnen.

Inzwischen geht Sagawe-Becker ihrer neuen Berufung mit Leidenschaft nach und führt zwischen Frühjahr und Herbst sowohl Erwachsene als auch Kinder durch die Natur. „Das Wichtige bei den Wanderungen ist das Erleben und Erfahren.“ Und zu erleben gibt es rund um die Störkathener Heide eine Menge. Da ist zum Beispiel der Barfusslehrpfad, auf dem man unterschiedliche Materialien wie Moos, Blätter und Zapfen unter den Fußsohlen spürt. Oder das Baumtelefon, an dem man die Natur ganz genau hören kann. Die rund zweistündigen Wanderungen passt die Naturführerin ihrer jeweiligen Gruppe an. Damengruppen beispielsweise interessieren sich erfahrungsgemäß besonders für die Kräuter und Pilze des Waldes, die auch in der Küche Verwendung finden. Für kleine Besucher darf es abenteuerlicher zugehen. Bei Kindergeburtstagen veranstaltet die Natur- und Landschaftsführerin etwa eine Rallye, bei der gemeinsam ein „Heidezwerg“ gesucht werden muss.

Die Störkathener Heide ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Besitz der Stadt Kellinghusen und wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Heidschnucken pflegen die besondere Landschaft, indem sie den Boden von übermäßigem Bewuchs befreien. Carola Sagawe-Becker erzählt während ihrer Wanderungen nicht nur von den Schnucken, sondern auch von anderen tierischen Bewohnern. „Die Artenvielfalt im Boden ist wirklich erstaunlich“, sagt sie. „Ich habe bei den Führungen immer ein Mikroskop dabei, um die Kleinstlebewesen zu beobachten.“ Auch so genanntes Totholz der abgestorbenen Bäume birgt einige Überraschungen. Tatsächlich ist es darin alles andere als tot.

Das Stadtleben vermisst Carola Sagawe-Becker nicht: „Ich bin ab und zu noch in Hamburg, wenn ich dort meine Kinder und Enkelkinder besuche. Danach ist es aber auch schön, wieder auf dem Land zu sein!“


>Ab März starten wieder die Führungen durch die Störkathener Heide. Anmeldungen über das Stadtmarketing Kellinghusen und im Internet: www.naturerleben-holsteiner-auenland.de

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